Stadt und Polizei reagieren

RTL-Moderatorin wundert sich über geblitzten Polizisten


16.06.2026 – 16:05 UhrLesedauer: 2 Min.

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RTL-Moderatorin Angela Finger-Erben (Archivfoto): Sie war am Dienstag mit dem Auto auf der Zoobrücke unterwegs. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Eine bekannte RTL-Moderatorin wundert sich an einem Kölner Blitzer-Hotspot: Ihr Erlebnis neben einem Polizisten wirft Fragen auf. Stadt und Polizei antworten.

Auf der Kölner Zoobrücke blitzt es wohl täglich mehrfach – das weiß auch fast jeder Kölner Autofahrer. So auch RTL-„Punkt 12“-Moderatorin Angela Finger-Erben. In ihrer Instagram-Story berichtete die Kölnerin am Dienstag von einem Erlebnis, das sie mit Fragen zurückließ.

Finger-Erben war am Dienstag auf der Zoobrücke unterwegs, als sie unmittelbar neben sich ein Streifenfahrzeug bemerkte. Ihre Schilderung des Vorfalls: „Jeder weiß, dass da ein Blitzer ist. Neben mir direkt die Polizei. Ich habe mich natürlich benommen. Und auf einmal gibt der Polizist Gas und wird geblitzt.“ Ihre Sorge sei deshalb nun: „Wer wird da jetzt geblitzt? Die Polizei oder ich? Wer muss Strafe zahlen?“

Sie selbst sei höchstens „53“ gefahren, also gerade noch so im grünen Bereich. Finger-Erbens Frage ist berechtigt – und technisch komplizierter, als sie zunächst klingt. Auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von von t-online erklärte die Polizei, dass es grundsätzlich unterschiedlich ausgerüstete Blitzer-Systeme auf den Straßen der Domstadt gebe.

Zoobrücken-Blitzer können Raser genau erkennen

Bei manchen Anlagen führt eine solche Konstellation – zwei Fahrzeuge auf gleicher Höhe, nur eines davon zu schnell – dazu, dass das Foto automatisch annulliert wird, sodass keiner der beiden Fahrer, auch nicht der Raser, mit einem Knöllchen rechnen muss. Andere Systeme gelten dagegen als „intelligent“ und können die gemessene Geschwindigkeit eindeutig der jeweiligen Fahrspur zuordnen.

Blitzer auf der Zoobrücke (Archivfoto): Fast jeder Kölner Autofahrer kennt sie. (Quelle: imago stock&people/imago)

Wie ist es nun also auf der Zoobrücke? Hier ist die Lage laut einem Stadtsprecher technisch eindeutig. Dieser sagte t-online nämlich, dass sämtliche Anlagen auf der Zoobrücke in der Lage seien, Geschwindigkeitsverstöße dem jeweiligen Fahrzeug genau zuordnen zu können.

Muss der Polizist, der Finger-Erben am Dienstag also auf der Zoobrücke überholte, mit einem Bußgeld rechnen? Vermutlich nicht: Laut einem Polizeisprecher dürfen Polizisten auch dann schneller fahren als die Straßenverkehrsordnung es erlaubt – unter einer Voraussetzung: Nämlich der, dass sie ihrer Leitstelle die Fahrt zuvor als Einsatzfahrt melden und so von ihrem „Sonder- und Wegerecht“ Gebrauch machen.

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