Große Demo am Samstag geplant
Wollte Nürnberg Gen-Z-Proteste verbieten? Stadt äußert sich
Aktualisiert am 31.10.2026 – 07:39 UhrLesedauer: 3 Min.
Wegen der vielen angemeldeten Teilnehmer bei den Gen-Z-Protesten am Samstag hat die Stadt nun die Route angepasst. Worauf Nürnberger sich einstellen müssen.
In Nürnberg könnte es am Samstag in der Innenstadt und der Südstadt turbulent zugehen. Unter dem Motto „Gen Z regelt“ wollen junge Menschen auf die Straße gehen. Die Stadt hat für den 31. Oktober insgesamt vier Versammlungen im Zusammenhang mit den angekündigten Protesten bestätigt. Die Polizei ist mit einem größeren Aufgebot vor Ort.
Entlang der Demonstrationsstrecken müssen sich Verkehrsteilnehmer zeitweise auf Behinderungen einstellen.
Zwei Protestzüge durch Nürnberg
Los geht es am Samstag bereits um 13 Uhr am Sebalder Platz. Dort erwarten die Veranstalter 100 bis 150 Teilnehmer. Von dort führt der erste Aufzug über den westlichen Altstadtring zum Kornmarkt. Gegen 14.30 Uhr soll die Versammlung dort enden. Die Teilnehmer wollen sich anschließend der zweiten Demonstration anschließen.
Diese beginnt bereits um 14 Uhr mit einer Kundgebung am Kornmarkt. Für den anschließenden Aufzug rechnet der Veranstalter inzwischen mit einer vierstelligen Teilnehmerzahl – auf der Website „genz-regelt.de“ haben sich über 5.700 Menschen für die Demo angemeldet.
Die Route führt über den Plärrer und die Steinbühler Straße in die Südstadt. Weiter geht es unter anderem über Gibitzenhofstraße, Landgrabenstraße und Wölckernstraße. Über die Allersberger Straße und den Bereich des Hauptbahnhofs kehrt der Demonstrationszug zum Kornmarkt zurück. Die Veranstaltung soll gegen 18 Uhr enden.
Auch zwei Gegenversammlungen sind angemeldet. An der Westseite des Hallplatzes ist eine stationäre Kundgebung mit rund 30 Teilnehmern geplant. Zudem will die Gruppe „Team Menschenrechte“ dort starten und dem Demonstrationszug anschließend mit Abstand folgen.
Stadt widerspricht Gerüchten über geplantes Verbot
In sozialen Medien hatte es zuvor Behauptungen gegeben, die Gen-Z-Proteste sollten verboten werden. Die Stadt Nürnberg stellt klar: Ein solches Verbot sei zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt gewesen.
Hintergrund für die Änderungen der Route ist vielmehr die gestiegene Zahl der erwarteten Teilnehmer. Ursprünglich war eine Kundgebung mit 40 Menschen am Ludwigsplatz vorgesehen. Weil inzwischen deutlich mehr Teilnehmer erwartet werden, musste die Veranstaltung neu geplant werden. Die Organisatoren schlugen daraufhin selbst die neue Route ab dem Kornmarkt durch die Südstadt vor.
Warum gehen junge Menschen auf die Straße?
Hinter den Protesten steht die Initiative „Gen Z regelt“. Sie hat für den 31. Oktober zu Demonstrationen in 23 deutschen Städten aufgerufen. Die jungen Teilnehmer wollen nach eigenen Angaben nicht länger hinnehmen, dass über ihre Zukunft entschieden wird, ohne dass ihre Interessen ausreichend berücksichtigt werden.
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Zu den zentralen Forderungen gehören mehr Investitionen in Bildung und Gesundheit, konsequenter Klimaschutz und ein bezahlbares Leben. Außerdem richten sich die Proteste gegen die Wehrpflicht und einen Sparkurs zulasten der jungen Generation.
Die bundesweiten Aktionen stehen im Zusammenhang mit einer Welle von Jugendprotesten in anderen europäischen Ländern. In Frankreich, Spanien und Italien kam es zuletzt auch zu Ausschreitungen und Festnahmen. Die Initiative selbst distanziert sich ausdrücklich von Gewalt.
