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Gesundheit

Roter Kreis nach Mückenstich: Grund zur Sorge?

wochentlich.deBy wochentlich.de5 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Roter Kreis nach Mückenstich: Grund zur Sorge?
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Hautärztlich abklären lassen

Roter Kreis nach Mückenstich – was kann das sein?


Aktualisiert am 05.06.2026 – 09:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine rote Quaddel ist nach einem Mückenstich ganz normal – ein roter Kreis indes spricht eher für eine andere Art von Stich. (Quelle: FotoDuets/getty-images-bilder)

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Ein Mückenstich ist harmlos und kein Grund, eine ärztliche Praxis aufzusuchen. Es sei denn, Tage später erscheint ein roter Kreis, der sich ausweitet.

Wie ein Mückenstich aussieht und wie er sich anfühlt, wissen die meisten aus eigener Erfahrung: Um die Einstichstelle tritt eine rote, juckende Quaddel auf, die zwar äußerst unangenehm ist, aber für gewöhnlich innerhalb weniger Stunden bis Tage von allein verschwindet.

Heftigere Hautreaktionen oder sonstige Symptome verursacht ein Mückenstich nur selten. Wenn doch, ist es ratsam, sie ärztlich untersuchen zu lassen. Das gilt insbesondere, wenn sich ein aufgekratzter Mückenstich entzündet oder wenn sich einige Tage nach dem Stich ein roter Kreis bildet.

Kann nach einem Mückenstich auch ein roter Kreis auftreten?

Ein Mückenstich zeigt sich für gewöhnlich als kleine, gerötete, juckende Schwellung, oft mit heller, erhabener Mitte. Die Rötung kann somit ringförmig erscheinen.

Ein roter Kreis, der sich nach außen hin ausbreitet, ist allerdings kein typisches Anzeichen für einen Mückenstich. Ist der Kreis erst einige Tage später in Erscheinung getreten, besteht die Möglichkeit, dass in Wahrheit ein anderes Tier den Stich verursacht hat: eine Zecke.

Denn ein roter, sich ausweitender Kreis ist das übliche erste Anzeichen einer Borreliose. Diese Infektion wird durch bestimmte Bakterien – die Borrelien – ausgelöst, die Zecken in manchen Regionen in sich tragen. Wenn eine infizierte Zecke jemanden sticht, können die Borrelien während des Blutsaugens auf die gestochene Person übergehen.

Da eine Borreliose unangenehme und zum Teil gefährliche Folgen haben kann, ist es wichtig, Anzeichen dafür ernst zu nehmen und zeitnah ärztlich abklären zu lassen. Frühzeitig behandelt, lässt sich die Infektion für gewöhnlich gut mit Antibiotika unter Kontrolle bringen.

Gut zu wissen

Eine Wanderröte kann sehr unterschiedlich aussehen – etwa als gleichmäßige Rötung, fleckiger Ausschlag oder stark gerötete, entzündlich wirkende Hautstelle. Mit der Zeit kann die Rötung in der Mitte verblassen oder ganz verschwinden, während sie sich am Rand weiter ausbreitet. Manchmal treten die Hautveränderungen auch an anderen Körperstellen auf als dort, wo die Zecke gestochen hat. Welche Hautveränderungen und anderen Anzeichen für eine Borreliose typisch sind, ist hier nachzulesen.

Wanderröte nach Mückenstich – ist das möglich?

Nach aktuellem Wissensstand gibt es keinen gesicherten Nachweis dafür, dass Mücken Borreliose auf Menschen übertragen können. Zwar machte vor einigen Jahren eine Studie Schlagzeilen, laut der auch Mücken Borreliose-Erreger in sich tragen. Doch zwischen Zecken- und Mückenstich gibt es wichtige Unterschiede, auf die in der Publikation zur besagten Untersuchung auch hingewiesen wurde.

Beispielsweise brauchen Zecken zum Blutsaugen wesentlich länger als Mücken, was eine Übertragung von Bakterien wahrscheinlicher macht: Aktuell gehen Fachleute davon aus, dass eine Zecke mindestens mehrere Stunden saugen muss, damit Borrelien auf die gestochene Person übergehen können.

Außerdem nutzen Borrelien bestimmte Eiweiße der Zecken, um den menschlichen Körper zu infizieren. Ob Mücken über vergleichbare Eiweiße verfügen, ist nicht bekannt. Das Robert Koch-Institut stellt jedenfalls klar: „Eine Übertragung durch blutsaugende Insekten wurde bisher nicht sicher dokumentiert.“

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