„Yes!Con“
Warum steht ein rosa Elefant vor dem Brandenburger Tor?
17.06.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Verein macht mit einer ungewöhnlichen Aktion auf ein Tabuthema aufmerksam. Im Juni folgt Deutschlands größte Konferenz dazu.
Mit einem riesigen rosafarbenen Elefanten vor dem Brandenburger Tor hat der Verein „Yeswecan!cer“ auf Krebserkrankungen aufmerksam gemacht. Die Krankheit werde noch immer tabuisiert, sagte Tobias Korenke vom Verein. Krebs sei „ein Elefant im Raum“.
Die Aktion weist auf die „Yes!Con“ hin. Die Konferenz findet am 19. und 20. Juni in Berlin statt. Es handele sich um die größte Krebs-Konvention Deutschlands, nach Angaben der Veranstalter. Betroffene, Angehörige und Ärzte treffen sich dort. Sie tauschen sich zu Forschungsständen und gesellschaftlichen Themen aus. Für Besucher ist die Veranstaltung kostenlos.
Betroffene kommen persönlich zusammen
Christine Kruse war bereits im vergangenen Jahr bei der Konferenz. 2019 erhielt die heute 35-Jährige die Diagnose eines bösartigen Gehirntumors. Auf Instagram spricht sie über ihr Leben mit der Krankheit. Je offener man sei, desto mehr Vorteile habe es, sagte Kruse. Aber es brauche auch die Atmosphäre, offen zu sein.
Betroffene vernetzen sich bei der Veranstaltung und bekommen neue Perspektiven. Kruse sagte: „Es sitzen so viele mit im Boot und deswegen finde ich es auch umso wichtiger, dass wir auch persönlich zusammenkommen.“ Am Samstagabend ist ein Demonstrationsmarsch geplant. Das Thema: „Schluss mit Diskriminierung von Menschen mit Krebs“.
