Richtig duschen mit Wunden

Was Sie bei kleinen und größeren Wunden beachten sollten


30.06.2026 – 08:43 UhrLesedauer: 4 Min.

Person unter der Dusche (Symbolbild): Nach einer Verletzung sind sich viele unsicher, wann sie wieder duschen dürfen. (Quelle: Olezzo/getty-images-bilder)

Duschen mit Hautverletzungen strapaziert den Wundbereich. Wie Sie mit einer offenen Wunde richtig duschen und was Sie vermeiden sollten.

Viele Menschen fragen sich, ob sie mit einer Hautverletzung duschen dürfen. Während kleinere Wundbereiche den Kontakt mit Wasser meist gut verkraften, können größere Verletzungen, etwa OP-Wunden, durch das Duschen unnötig gereizt werden. Wie Sie den Wundbereich beim Duschen am besten schonen, erfahren Sie hier.

Duschen mit kleinen Wunden: Darauf kommt es an

Ob Duschen mit einer Wunde möglich ist, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Hautverletzung ist und ob sie offen oder geschlossen ist. Oberflächliche Wunden, etwa kleinere Schürfwunden oder Schnitte, vertragen kurzfristigen Wasserkontakt in der Regel gut. Am besten ist die Wunde beim Duschen mit einem Pflaster geschützt, um unnötige Hautreibungen zu vermeiden. Ist die Wunde etwas größer, sind spezielle wasserdichte Pflaster zum Schutz des Wundbereichs gut geeignet.

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Mit einer Wunde so kurz wie möglich duschen

Mit einer Wunde gilt: Am besten so kurz wie möglich duschen, damit die Haut nicht zu stark aufquillt. Im Wundbereich sollten Betroffene zudem auf Duschgel verzichten. Nach dem Duschen die Haut um die Wunde vorsichtig abtrocknen, das Pflaster anschließend lösen und die Wunde kurz an der Luft trocknen lassen. Danach gegebenenfalls mit einem Wunddesinfektionsspray behandeln und dann ein neues Pflaster anbringen, um die Haut vor äußeren Einflüssen zu schützen. Um die Wundheilung zu unterstützen, können Sie eine Wundsalbe dünn auftragen.

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Größere Wunden brauchen mehr Sorgfalt

Größere, tiefe Verletzungen sowie Operationswunden erfordern mehr Aufmerksamkeit, da eine größere Gewebeverletzung vorliegt. Nach einer Operation beispielsweise legen Ärzte und Chirurgen einen sterilen Wundverband an, der die Wunde abdichtet und vor Keimen, Schmutz und Reibung schützt. Im Bedarfsfall wird zudem eine Wunddrainage gelegt, damit die Wundflüssigkeit abfließen kann. Die Nachsorge der Wunde übernimmt das Pflegeteam. Der erste Verbandswechsel erfolgt meist nach 48 Stunden.

Wann die operierte Person wieder duschen darf, hängt von der Art der Operation, dem Wundort und dem Zustand der Wunde ab. Laut der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) können Patientinnen und Patienten in der Regel nach 48 Stunden wieder duschen, da das Leitungswasser in Deutschland hohen hygienischen Standards entspricht und sich auf der Wunde ein erster Schutzfilm gebildet hat. Wichtig ist, dass das Behandlungsteam die Freigabe zum Duschen gegeben hat und die Wunde keine Anzeichen einer Infektion zeigt.

Mit größeren Verletzungen duschen

Mit noch frischen, größeren Verletzungen sollten Betroffene sehr vorsichtig umgehen und den ärztlichen Empfehlungen folgen. Wenn möglich, sollte der Wundbereich beim Duschen trocken bleiben. Ist das nicht möglich, sollte die Wunde bestmöglich geschont werden:

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