Große Supermärkte betroffen

Noch schnell einkaufen? Diese Streiks treffen Hamburg


24.06.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau kauft in einem Supermarkt ein (Symbolbild): Donnerstag und Freitag bestreikt Verdi mehrere große Ketten in Hamburg. (Quelle: IMAGO / Jochen Tack)

Kurz vor dem Wochenende wird in Hamburg gestreikt: Beschäftigte mehrerer großer Supermarktketten sollen die Arbeit niederlegen. Die Hintergründe.

Die Hamburgerinnen und Hamburger sollten ihren Einkauf fürs Wochenende schon auf den Mittwochabend vorziehen: Am Donnerstag und Freitag werden mehrere große Supermarktketten bestreikt. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen.

Am 25. Juni sollen die Beschäftigten von Kaufland, Netto, Famila, Rewe und Penny ihre Arbeit niederlegen, heißt es in einer Mitteilung. Am 26. Juni sind Kaufland, Netto, Rewe und Penny erneut vom Streik betroffen, Famila – nach aktuellem Stand – nicht mehr.

Verdi nennt Angebot „inakzeptabel“

Anfang Juni hatte Verdi bereits zum Streik bei H&M, Zara, Primark, Kaufland, Rewe und Otto aufgerufen. Hintergrund ist ein laufender Tarifstreit im Einzel- und Versandhandel. Das Angebot der Arbeitgeber im Lebensmitteleinzelhandel bezeichnete die Gewerkschaft nun als „völlig inakzeptabel“.

In den ersten sechs Monaten nach Abschluss soll es keine Lohnerhöhung geben, zum 1. November biete der Handelsverband Nord demnach eine Steigerung um 2 Prozent und zum 1. August 2027 noch einmal um 1,5 Prozent an. Auszubildende würden ebenfalls nur diese prozentualen Aufschläge erhalten.

„Weit unterhalb der Inflationsrate“

Das Angebot liege „weit unterhalb der Inflationsrate und in den unteren Gehaltsgruppen sogar unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns“, sagte die Verhandlungsführerin und stellvertretende Landesbezirksleiterin Heike Lattekamp.

Verdi fordert für die Beschäftigten 7 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 225 Euro pro Monat. Wer mit 7 Prozent weniger als 225 Euro zusätzlich erhalten würde, soll trotzdem die 225 Euro bekommen. Die unteren Lohngruppen sollen auf mindestens 14,90 Euro pro Stunde angehoben werden. Auszubildende sollen 150 Euro mehr pro Monat erhalten. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

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