Derby-Krawalle in der Bundesliga
Kind verletzt – Reul wütet nach Böllerwürfen im Stadion
13.10.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Beim Derby zwischen Köln und Mönchengladbach kommt es zu Ausschreitungen und Böllerwürfen. Aus der Politik gibt es scharfe Worte an die Täter und den Gastgeber.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Ausschreitungen beim Rheinderby am Sonntagnachmittag deutlich verurteilt. Wie die Polizei berichtet, sollen sechs Menschen sind beim Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach verletzt worden sein – darunter ein Kind. Aus dem Gästeblock flogen Böller und Pyrotechnik auf die Nordtribüne des Rhein-Energie-Stadions.
Reul äußerte sich im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wer mit Sturmhaube im Stadion steht, der will keinen Fußball sehen. Der sucht Ärger. Der zerstört nicht nur Tribünen, sondern den Fußball als Familienfest.“ Fußball solle „bunt und friedlich sein und nicht schwarz und vermummt“. Und weiter: „Feuer und Pyrotechnik haben im Stadion auch nichts verloren. Dass dabei Unbeteiligte verletzt werden, haben wir jetzt wieder gesehen.“
Kritik übte der 74-Jährige auch an den Einlasskontrollen des 1. FC Köln: „Wieso kommt dieses Zeug immer noch ins Stadion? Es kann nicht im Sinne von Vereinen, Spielern und Funktionären sein, dass solche Menschen im Namen ihrer Mannschaft zündeln, prügeln, randalieren.“ Bei jedem Vorfall erwiesen „diese Chaoten ihren Vereinen und allen echten Fans einen Bärendienst“.
FC-Geschäftsführer Philipp Türoff kündigte eine rasche Aufarbeitung an. Er wolle, „dass eine Familie im Oberrang Nord sitzen kann, ohne Angst zu haben“.
