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Finanzen

Rettung scheitert – Traditionsbetrieb schließt

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Rettung scheitert – Traditionsbetrieb schließt
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Nach fast 350 Jahren

Rettung gescheitert: Insolvente Eichbaum-Brauerei muss schließen

13.07.2026 – 18:45 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Eichbaum-Brauerei in Mannheim: Nach fast 350 Jahren muss das Unternehmen schließen. (Quelle: IMAGO/Markus Proßwitz)

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Eine der ältesten Brauereien Deutschlands schließt ihre Tore. Alle Rettungsversuche für die insolvente Eichbaum-Brauerei sind gescheitert.

Nach fast 350 Jahren muss die insolvente Brauerei Eichbaum den Betrieb einstellen, Rettungsversuche sind gescheitert. Trotz Restrukturierungsmaßnahmen arbeite sie defizitär, Darlehen könnten nicht zurückgezahlt werden, teilte das Mannheimer Unternehmen mit. „Vor diesem Hintergrund besteht aus wirtschaftlichen sowie insolvenzrechtlichen Gründen keine andere Möglichkeit, als die Betriebseinstellung einzuleiten.“ Zuvor hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet.

Von der Betriebseinstellung seien alle rund 240 Beschäftigte am Standort betroffen. „Sie werden nun kurzfristig betriebsbedingte Kündigungen erhalten“, hieß es. Dies betreffe auch rund 30 Beschäftigte, die schon einem Wechsel in eine Transfergesellschaft zugestimmt hatten, da diese ohne den bis zuletzt angestrebten Erhalt des Unternehmens nicht zustande komme.

  • Traditionsfirma aus Nachbarland: Traktor-Hersteller verlegt Produktion nach Asien
  • Nach mehr als 150 Jahren: Traditionsunternehmen geht an chinesischen Konzern über

Vorausgegangen war der Mitteilung zufolge eine umfassende Prüfung verschiedener Sanierungs- und Fortführungslösungen, die sich letztlich aber als nicht umsetzbar erwiesen. „Dem Unternehmen fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um den gesamten Betrieb und die Verhandlungen über einen eventuellen Verkauf fortzuführen, ohne die Insolvenzmasse und damit die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger zu beeinträchtigen.“

Im Inland sank die Nachfrage

Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass.

Zuletzt war der Einstieg eines Investors im Gespräch gewesen, der Geld in die Brauerei stecken und wesentliche Vermögenswerte übernehmen wolle. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hätten knapp 100 Stellen erhalten werden können.

Stephanie Albicker von der NGG-Region Mannheim-Heidelberg forderte nun schnell Klarheit über die nächsten Schritte: „Jetzt braucht es zügig Verhandlungen über einen Sozialplan“, sagte sie laut einer Mitteilung der Gewerkschaft. Die Beschäftigten brauchten Sicherheit und Perspektiven – sie dürften nicht von heute auf morgen ohne Unterstützung dastehen.

Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet. Sie lieferte demzufolge weltweit in mehr als 60 Länder.

Eichbaum sollte früheren Plänen zufolge von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Erst vor wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt.

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