Ein Viertel der Bevölkerung
Zahl der Rentner in Deutschland erreicht neuen Rekordwert
10.06.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Immer mehr Ältere und weniger Jüngere: Das kennzeichnet die demografische Entwicklung in Deutschland. Für die Rentenversicherung wird es teuer.
Die Zahl der Rentner in Deutschland hat Ende 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden rund 19,1 Millionen Altersrenten gezahlt, wie aus einem Bericht der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht, der der „Rheinischen Post“ vorab vorlag. Demnach beliefen sich die Ausgaben der Rentenversicherung auf 301,4 Milliarden Euro.
Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Die 19,1 Millionen Altersrenten entsprechen damit rechnerisch knapp 23 Prozent der Bevölkerung. Im Jahresdurchschnitt waren zugleich rund 46,0 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig – also gut doppelt so viele, wie Altersrenten gezahlt wurden.
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Die Zahl der Menschen, die im vergangenen Jahr erstmals eine Altersrente erhielten, lag bei rund 926.000. Das waren 1,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dass die Gesamtzahl der Rentner dennoch stieg, liegt laut Bericht auch daran, dass Menschen im Schnitt länger leben.
Rüdiger Herrmann, Vorsitzender der DRV-Vertreterversammlung, mahnte angesichts der Zahlen Verlässlichkeit an. „Für einen Großteil der Haushalte ist die Rente die wichtigste und verlässlichste Einkommensquelle im Alter. Das darf die Politik nicht aus den Augen verlieren“, sagte er der „Rheinischen Post“.
Fast jeder Dritte geht mit Abschlägen
Zugleich zeigt der Bericht, dass viele Versicherte nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. „Rund 30 Prozent aller neu beginnenden Altersrenten waren 2025 mit Abschlägen behaftet. Im Durchschnitt wurden diese Renten rund 33 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen“, heißt es in dem Bericht.
Besonders deutlich stieg die Zahl der Menschen, die die sogenannte Rente für langjährig Versicherte nutzten. Diese kann nach 35 Versicherungsjahren bezogen werden, allerdings vorzeitig nur mit Abschlägen. 2025 erhielten demnach erstmals 238.000 Menschen diese Rentenart. Im Vorjahr waren es 225.000.
Die Abschläge betragen gesetzlich 0,3 Prozent für jeden Monat, um den der Rentenbeginn vorgezogen wird. Maximal kann die Kürzung 14,4 Prozent erreichen. Sie gilt dauerhaft.
Weniger Menschen erreichen Regelaltersrente
Die Zahl derjenigen, die erstmals die Regelaltersrente erhielten, sank laut Bericht. 2025 waren es 356.000 Versicherte und damit 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Regelaltersgrenze ist das Alter, ab dem Versicherte regulär und ohne Abschläge in Rente gehen können. Sie steigt seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre.
