Besonders Jüngere fallen herein

Reiseportal warnt vor Betrug zur Urlaubszeit


21.08.2026 – 07:04 UhrLesedauer: 3 Min.

Frau an einem Schmuckstand in Barcelona: Im Urlaub sind viele nicht so aufmerksam. (Quelle: IMAGO/imago)

Gefälschte Tickets, dubiose Taxis, trügerische Schnäppchen: Betrug im Urlaub ist weitverbreitet. Eine neue Umfrage zeigt, wie die Deutschen damit umgehen.

Im Urlaub will man vor allem eins: abschalten. Während man im normalen Alltag Arbeit, Familie und Freizeit unter einen Hut bekommen und an alles Mögliche denken muss, kann man den Kopf im Urlaub einfach mal frei bekommen. Doch das führt auch dazu, dass man in manchen Fällen unaufmerksamer wird.

Davor warnt die Reisebuchungsplattform Booking. In einer Umfrage des Unternehmens gaben vier von zehn Teilnehmern an (38 Prozent), bei der Planung und während einer Reise weniger über Betrugsversuche nachzudenken. Bei den jüngeren Deutschen zwischen 18 und 34 Jahren beträgt der Anteil sogar 42 Prozent.

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Die Folgen sind spürbar: Etwa jeder achte Deutsche (12 Prozent) glaubt, im Urlaub schon einmal Opfer einer Betrugsmasche geworden zu sein. Laut Booking erleiden Betroffene einen durchschnittlichen Schaden von rund 243 Euro.

Das sind die häufigsten Abzockmaschen

Die Bandbreite an Tricks ist groß. Laut der Umfrage zählen folgende Maschen zu den häufigsten, die Deutsche im Urlaub erleben:

  • Gefälschte Waren oder Souvenirs (17 Prozent)
  • Betrügerische Taxiangebote (12 Prozent)
  • Gefälschte Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten (9 Prozent)
  • Gefälschte Kundenservice-Kontakte (8 Prozent)

Besonders in der Planungsphase lauern Risiken: Etwa jeder Sechste (16 Prozent) gibt zu, auf ein Angebot geklickt zu haben, das zu gut schien, um wahr zu sein. Jüngere Reisende zwischen 18 und 34 Jahren sind dabei besonders gefährdet: 20 Prozent überprüfen die URL einer Webseite nicht, bevor sie buchen. 17 Prozent gaben an, schon einmal einem Link in sozialen Medien gefolgt zu sein, um eine Buchung abzuschließen. Auch hier lauern mögliche Risiken, denn nicht immer sind die Angebote echt.

Selbstüberschätzung als Risikofaktor

Interessant ist der Blick auf das Selbstbild der Befragten. Zwar informieren sich mehr als die Hälfte (55 Prozent) vor einer Reise über mögliche Betrugsmaschen. Doch nur jeder Vierte (24 Prozent) glaubt, eine solche im Ernstfall auch wirklich erkennen zu können. 81 Prozent sagen, dass Betrugsmaschen immer raffinierter werden.

Auffällig ist auch der Unterschied zwischen den Geschlechtern: 30 Prozent der Männer sind überzeugt, einen Betrug zu erkennen, wenn sie einen sehen – bei Frauen sind es nur 18 Prozent. Gleichzeitig geben 16 Prozent der Männer an, bereits Opfer einer reisebezogenen Betrugsmasche geworden zu sein, gegenüber 9 Prozent der Frauen. Mehr Selbstvertrauen schützt also nicht automatisch besser.

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