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Panorama

Regionalzüge rammen Autos – Schranken waren geschlossen

wochentlich.deBy wochentlich.de12 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Zwei Bahnunfälle an einem Tag

Regionalzüge rammen Autos in Bayern und Hessen


Aktualisiert am 12.08.2026 – 00:55 UhrLesedauer: 2 Min.

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Feuerwehrleute befreiten eine eingeklemmte Frau aus einem Auto in Mittelhessen. (Quelle: Christoph Weiss/Fuldamedia/dpa/dpa-bilder)

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Ein Auto wird in Bayern an einem Bahnübergang von einem Regionalzug erfasst. Rund 130 Passagiere werden evakuiert. In Hessen kommt es zu einem ähnlichen Vorfall.

Zwei schwere Zugunglücke an beschrankten Bahnübergängen an einem Tag: Ein Regionalzug mit 132 Fahrgästen ist bei Manching in Bayern mit einem Auto kollidiert. Die Feuerwehr musste den Fahrer aus dem auf der Seite liegenden Wagen befreien.

Das Auto sei zerstört, der Mann aber nach dem ersten Eindruck ohne schwere Verletzungen davongekommen, sagte Polizeisprecher Andreas Aichele. „Da hatten ein paar Schutzengel Zeit, die sich alle gemeinsam um den Mann gekümmert haben.“

Am Abend teilte die Polizei mit, der 65-Jährige sei leicht verletzt. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht. Die Bahnstrecke sowie die querende Kreisstraße waren rund fünfeinhalb Stunden vollständig gesperrt.

Auch die Fahrgäste in dem Zug blieben nach ersten Erkenntnissen unverletzt. Noch mehr Glück im Unglück in der Hitze: Die Klimaanlage im Zug funktionierte auch nach dem Unfall, die Fahrgäste mussten noch ungefähr eineinhalb Stunden im Zug bleiben. Die Feuerwehr versorgte sie mit Getränken. Sie wurden mit Bussen zum nächsten Bahnhof gebracht.

Schranken waren geschlossen

Unklar sei laut Polizei, wie das Fahrzeug am Nachmittag hinter die Schranke kam. Ein Gutachter sei vor Ort, um den Unfall zu rekonstruieren. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Halbschranken sowie die vier Signalleuchten des Bahnübergangs zum Unfallzeitpunkt in Betrieb, hieß es. Hinweise auf eine technische Störung der Bahnübergangsanlage lägen derzeit nicht vor. Gegen den Pkw-Fahrer wird wegen des gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt.

Der Regionalzug auf der Strecke von Ingolstadt nach Regensburg sei etwa 120 Stundenkilometer schnell gewesen. Der Fahrer hätte vermutlich wenig Überlebenschancen gehabt, wenn der Wagen voll erfasst worden wäre, hieß es weiter.

Auch ein Auto in Hessen von Zug erfasst – Frau lebensgefährlich verletzt

In Mittelhessen kam es am Dienstagabend dann zu einem ähnlichen Unfall. Ein Auto wurde auf einem Bahnübergang von einem Zug erfasst. Die Fahrerin kam weniger glimpflich davon als der Fahrer in Bayern. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen, wie eine Sprecherin der Bundespolizei mitteilte.

Ersten Erkenntnissen zufolge sei die 65-Jährige am Dienstagabend an den geschlossenen Bahnschranken in Reichelsheim (Wetterau) vorbei auf die Gleise gefahren. Dort stieß eine heranfahrende Regionalbahn mit dem Wagen zusammen.

Durch die Wucht der Kollision wurde die Frau in dem Wagen eingeklemmt. Feuerwehrleute mussten die 65-Jährige mit schwerem Gerät befreien. Anschließend sei auch sie mit einem Hubschrauber in eine Klink geflogen worden. Die Fahrgäste im Zug blieben unverletzt.

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