Keineeigene Sprache

Regiolekt in Bremen: Schnacken Sie Bremisch?


Aktualisiert am 16.01.2026 – 23:45 UhrLesedauer: 3 Min.

Ostertorviertel und Steintorviertel mit Sielwallfaehre auf der Weser: Wer in Bremen lebt, kennt die ganz speziellen Ausdrücke aus der Region (Archivbild). (Quelle: imago stock&people/imago)

„Feudel“ und „pütscherich“ kennen Sie doch bestimmt, oder? Falls nicht, hier gibt es Nachhilfe im Fach „Bremisch“.

„Suppsack“, „inne“, Fümmf“ und „Bonschen“ – der Duden würde sagen: Alles falsch, korrigieren und ins Hochdeutsche übersetzen. Doch in Bremen wird eben kein Hochdeutsch gesprochen, sondern der Bremer Schnack, ein sogenannter Regiolekt.

Bremisch wird vorwiegend in Bremen und Bremerhaven gesprochen, auch in den angrenzenden Regionen ist der Regiolekt gebräuchlich. Anders als etwa das Plattdeutsche ist der Bremer Schnack aber keine eigene Sprache. Sein Verbreitungsgebiet ist relativ begrenzt, bereits im Bereich Delmenhorst sprechen die Menschen teilweise noch Oldenburger Platt.

Charakteristisch für den Bremer Dialekt ist, dass oft genuschelt wird, auch werden Buchstaben häufig „verschluckt“. So heißt Bremen auch nicht Bremen, sondern schlicht Brem – und fertig.

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