Mit Raab-Hit bekannt geworden

„Maschendrahtzaun“: Regina Zindler liegt im Sterben


Aktualisiert am 01.05.2026 – 01:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Hausfrau Regina Zindler, bekannt geworden durch den „Maschendrahtzaun“, steht im Jahr 2000 vor dem berühmten Streitobjekt am Knallerbsenstrauch in Auerbach. (Quelle: dpa/Picture alliance Kretschel)

Ein Maschendrahtzaun machte sie zur Kultfigur, wenn auch nicht beabsichtigt. Jetzt gab ihr Mann schlechte Nachrichten zu Regina Zindler bekannt.

Sie wurde durch Zufall zum Kultstar der Jahrtausendwende. In der TV-Sendung „Richterin Barbara Salesch“ klagte Regina Zindler gegen ihren Nachbarn, weil dessen Knallerbsenstrauch zu nah an ihrem Maschendrahtzaun wuchs. TV-Entertainer Stefan Raab entdeckte den Clip und machte aus ihren in breitem Sächsisch gesprochenen Worten einen Riesenhit. Sie wurde zur TV-Ikone, trat in Talkshows auf. Jetzt liegt sie im Sterben.

Wie ihr Mann der „Bild“-Zeitung sagte, habe die 79-Jährige Krebs im Endstadium. Sie erhalte Palliativpflege, wolle aber nicht mehr mit Besuchern sprechen und auch keine Fotos machen lassen. Dem Bericht nach habe der Krebs im Unterleib gestreut. „Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein“, sagte er der Zeitung.

Den Prozess gegen ihren Nachbarn verlor sie zwar, aber ihrer Popularität tat dies keinen Abbruch. Das Auftreten der Hausfrau und ihr Dialekt machten sie bundesweit bekannt. Der Hit „Maschendrahtzaun“ stand sechs Wochen lang auf Platz eins der deutschen Charts.

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Zindler wurde ungewollt zum Medienstar, Schaulustige kamen zu ihrem Haus, es sollen sogar Teile des Maschendrahtzauns gestohlen worden sein, berichtete die „Bild“. Zunächst genoss Zindler noch die Aufmerksamkeit, doch dann wurde der Druck zu groß – auch weil sie wegen ihres Dialekts oft lächerlich gemacht wurde.

Sie verkaufte laut „Bild“ das Haus samt Zaun, zog erstmal nach Berlin. Später kehrte sie nach Sachsen zurück, heute lebt sie in Zwickau. In einem Interview sagte sie 2014, dass sie auf Raab nicht böse sei, er habe ja nur ein Lied gemacht. Immerhin habe sie mit dem Song 75.000 DM verdient, was 38.000 Euro entspricht.

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