Eine rechtsextreme Gruppe will gegen den CSD in Dresden protestieren. Die „Elblandrevolte“ ist im Zusammenhang mit den brutalen Angriffen auf Dresdner Plaktierteams bekannt.
Die rechtsextreme Vereinigung „Elblandrevolte“ ruft für Samstag zu einer Versammlung am Dresdner Hauptbahnhof auf. Unter dem Motto „Good Night Gay Pride“ soll die Aktion zeitgleich mit der Anreise von Besuchern zum Dresdner Christopher Street Day (CSD) stattfinden.
In ihrem Demonstrationsaufruf bezeichnet die Gruppe CSD-Teilnehmer als „Identitätsgestörte“ und kündigt an, sich ihnen entgegenzustellen. Allerdings taucht die Versammlung gar nicht im Versammlungskalender der Stadt auf.
Ob die Demonstration angezeigt ist und sich die Behörden entsprechend vorbereiten, ist unklar. Eine entsprechende t-online-Anfrage blieb bisher unbeantwortet.
Laut Einordnung des Kulturbüros Sachsens kann die „Elblandrevolte“ als Ortsgruppe der Jungen Nationalisten (JN) – also der NPD-Jugendorganisation (heute „Die Heimat“) – verstanden werden. Die Einschätzung beruht darauf, dass Anfang Februar 2024 eine Informationsveranstaltung mit Liederabend der JN in Pirna stattfand, wobei ihre Jugendstruktur vorgestellt werden sollte. In zeitlicher Nähe zu der Veranstaltung gab die „Elblandrevolte“ via Instagram ihre Gründung bekannt. Seit 2014 veröffentlicht das Kulturbüro jedes Jahr Analysen zur extremen Rechten in Sachsen.
Eine Auswertung des Instagram-Accounts verfestigt diese Einschätzung. Der Account folgt 94 anderen Kanälen, rund ein Drittel davon sind offensichtlich Accounts der „Heimat“, „Heimat“-Politiker oder JN-Aktivisten.
