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Razzia auch in Münchner Büros

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Razzia auch in Münchner Büros
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Vorwurf der Vorteilnahme

Razzien wegen EM-Tickets: Keine Münchner Mitarbeiter betroffen


Aktualisiert am 01.07.2026 – 16:53 UhrLesedauer: 2 Min.

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Allianz Arena in München während der EM 2024 (Archivbild). Aktuell wird aufgrund von Korruptionsvorwürfen ermittelt. (Quelle: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S./imago)

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Haben Mitarbeiter der Stadt Tickets für die EM 2024 zum Vorzugspreis erhalten? Dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft. Auch Büros wurden durchsucht. Was dahintersteckt.

Wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung haben die Staatsanwaltschaft Bochum und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA-NRW) am Mittwoch mehrere Büros durchsucht.

Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Korruption. Konkret soll die Euro 2024 GmbH, Veranstalter der EM vor zwei Jahren, mehrere tausend Eintrittskarten an „Host Citites“ (also die Städte, die Turniere abgehalten haben) weitergegeben haben.

Dabei sind nun auch die betroffenen Stadtverwaltungen der „Host Cities“ im Visier der Ermittlungen: Angeblich sollen diese tausende Eintrittskarten zu Vorzugspreisen erhalten haben. Es bestehe der Verdacht einer strukturierten Vorteilsgewährung durch die Euro 2024 GmbH.

Neben der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt fand auch eine Razzia in München statt: Dort hat man die Räumlichkeiten des Referates für Bildung und Sport durchsucht.

Durchsuchungen in ganz Deutschland

Die Ermittlungen sowie die Durchsuchungen haben laut dpa-Informationen Sprecher des LKA aus NRW und des DFB bestätigt. Der DFB-Sprecher stellte klar, dass sich die Ermittlungen nicht gegen den Verband richten und wollte sich zunächst nicht weiter äußern. Weitere Durchsuchungen fanden in mehreren deutschen Städten statt.

Derzeit gebe es gegen zwei Personen konkrete Ermittlungen: ein 46-Jähriger aus Frankreich und ein 66-jähriger Mann aus Gelsenkirchen. Letzterer habe zuvor für die Stadt Gelsenkirchen gearbeitet und wurde demnach zum EM-Halbfinale (Spanien gegen Frankreich) nach München eingeladen. Ihm wird vorgeworfen, dadurch einen finanziellen Vorteil von rund 2.400 Euro erlangt zu haben.

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Zuschauer in der Fanzone im Olympiapark (Archivbild). Die Bochumer Staatsawaltschaft prüft, ob tausende Tickets zum Vorzugspreis weitergegeben wurden. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Razzia auch in München

Auch die Stadt München war von den Razzien betroffen: Ermittler der Bochumer Staatsanwaltschaft erschienen mit einem Durchsuchungsbeschluss beim Referat für Bildung und Sport. Dessen Mitarbeiter hatten an der Planung und Ausrichtung des Turniers in der Landeshauptstadt gearbeitet. LKA-Ermittler aus Nordrhein-Westfalen waren ebenfalls vor Ort. Das teilte das Referat am Mittwoch mit.

Demnach sei das Ziel der Ermittler, sich ein „umfassendes Bild über die damaligen Vorgänge und Prozedere“ zu machen, um den Vorwürfen nachzugehen. Das Referat betont, dass es dabei keine konkreten Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Referates gäbe und dementsprechend niemand Gegenstand von Ermittlungen sei.

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