Das sagt der Bezirk
„Scharenweise“ Ratten, Kot und Urin: Ekel-Alarm am Rathaus Altona
19.10.2026 – 11:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Besonders in der Nacht tauchen sie am Rathaus Altona auf. Sie bedienen sich am Müll, hinterlassen Kot und Urin. Die Rede ist von Ratten. Wie groß ist das Problem?
Prachtvoll und wie ein Schloss kommt es daher, das Rathaus Altona mit seiner bekannten weißen Fassade. Doch rund um das Gebäude soll es ein Problem geben: Die CDU-Bezirksabgeordnete Ulrike von Criegern berichtet von einer Rattenplage.
Man könne die Nagetiere „scharenweise“ antreffen, sobald die Dämmerung über Altona hereinbreche, schreibt von Criegern in einer Kleinen Anfrage an das Bezirksamt. Die CDU-Politikerin ist Fachsprecherin für Grün und Naturschutz ihrer Fraktion. Maßnahmen wie das Zurückschneiden der Rhododendren vor dem Rathaus seien ohne Erfolg geblieben.
Ratten neben der Rathauskantine in Altona?
Die Ratten würden insbesondere in der Nähe der Rathauskantine auftauchen. Nachts würden die Nager „Futter, Wärme, Ruhe und diverse Eingänge“ an dem Gebäude finden. Das sei für ein öffentliches Gebäude mit Publikumsverkehr inakzeptabel.
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Schließlich könne sich die Rattenplage direkt auf die Gesundheit der Menschen in Altona auswirken. „Sie verteilen Kot und Urin, der Geruch setzt sich fest. Durch ihre Laufspuren entstehen fettige Schlieren; ihre Nester ziehen anderes Ungeziefer an“, schreibt von Criegern.
Rattenplage? Bezirksamt meldet „Fehlanzeige“
Am 22. Oktober ist die Kleine Anfrage Thema in der Bezirksversammlung. Das Bezirksamt reagierte bereits – und schmetterte die Vorwürfe ab. Man melde „Fehlanzeige“ zu allen Fragen der CDU-Politikerin. „Dem Bezirksamt liegen keine Hinweise auf einen Befall mit Ratten oder anderen Schädlingen innerhalb des Rathauses vor“, heißt es in der Antwort.
Der „Mopo“ sagte von Cringern, sie finde diese Einschätzung des Bezirksamts „etwas frech“. Sie sei nicht die Einzige, die Ratten am Rathaus beobachtet habe. Hierzu gehört auch das Institut für Hygiene und Umwelt, das für Ratten im öffentlichen Raum verantwortlich ist. Und tatsächlich: Bis Ende August 2026 gab es bereits zwei Einsätze rund um das Rathaus, räumte das Institut im „Abendblatt“ ein. Wie viele Ratten dort tatsächlich leben, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Bereits im Sommer 2024 meldete das Institut für Hygiene und Umwelt einen starken Rattenbefall zwischen dem Bahnhof in Altona und dem Rathaus. Insbesondere der Platz der Republik war damals betroffen, unter anderem durch Vogelfütterungen oder zurückgelassenen Müll.