Pause mit Bier und Live-Musik
An alten Brücken vorbei: Radtour am Vatertag
Aktualisiert am 13.05.2026 – 21:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Schiffe fahren hier schon lange nicht mehr – stattdessen ist diese alte Wasserstraße ein Geheimtipp für Radfahrer. Das gilt insbesondere an Christi Himmelfahrt.
Wer bei gutem Wetter eine Radtour rund um Nürnberg plant, kennt das Problem: Die beliebten Strecken entlang der Pegnitz sind häufig überlaufen – besonders an Feiertagen wie Christi Himmelfahrt. Doch es gibt eine kaum bekannte Alternative im Südosten der Stadt. Wer am Finkenbrunn in der Gartenstadt oder am Falkenheim startet, kann in aller Ruhe am Ludwig-Main-Donau-Kanal entlang radeln. Am Vatertag gibt es sogar die Möglichkeit für eine Pause mit Live-Musik.
Der historische Kanal gilt als Vorläufer des heutigen Main-Donau-Kanals. Anders als sein Nachfolger wird er seit Langem nicht mehr kommerziell befahren. Stattdessen ist er ein Industriedenkmal – vielerorts hat sich die Natur das Bauwerk über die Jahre zurückerobert.
Wer in Nürnberg zur Radtour aufbricht, kann dem historischen Wasserweg bis nach Neumarkt und darüber hinaus folgen. Der Radweg führt überwiegend direkt am Kanal entlang. Wo die Strecke vom Wasser abweicht, weisen Schilder den Weg, damit Radfahrer nicht die Orientierung verlieren.
Der Ludwig-Donau-Main-Kanal
Schon lange gab es den Traum einer schiffbaren Verbindung zwischen Rhein und Donau. Der bayerische König Ludwig setzte sie in die Tat um – und ließ den Kanal von Kelheim über Nürnberg nach Bamberg zwischen 1836 und 1846 erbauen. Lange blieb er jedoch nicht in Betrieb, weil der Kanal nicht wirtschaftlich war. Bereits 1917 fiel die Entscheidung für den Bau des Nachfolgekanals Rhein-Main-Donau. Von diesem wurde der alte Kanal teilweise überbaut, andernorts ist das Industriedenkmal inzwischen ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der Abschnitt zwischen Nürnberg und Neumarkt gilt als besonders idyllisch.
Ludwig-Donau-Main-Kanal: Radtour mit Biergarten ab Nürnberg
Wer Richtung Neumarkt radelt, fährt stets leicht bergauf. Doch die Mühen lohnen sich: Der Radweg führt vorbei an alten Brücken, Schleusen und den dazugehörigen Wärterhäuschen. Der Kanal selbst ist an vielen Stellen von Wasserpflanzen überwuchert – wie wilden Seerosen. Links und rechts säumen Bäume den Weg.
Wer langsam genug von der Radtour hat, kann jederzeit umdrehen und auf dem gleichen Weg zurück nach Nürnberg radeln. Es lohnt sich allerdings zumindest bis zum Brückkanal bei Feucht zu fahren (gute 20 Kilometer ab der Nürnberger Innenstadt), dort überquert der Ludwig-Donau-Main-Kanal auf einer Brücke die Schwarzachklamm.
