Trauer in Köln
Produzentin der Kult-Serie „Die Anrheiner“ gestorben
02.11.2026 – 03:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie brachte über 500 Film- und Fernsehproduktionen auf den Weg – darunter eine der bekanntesten Serien des WDR. Nun ist Regina Ziegler im Alter von 82 Jahren gestorben.
Die Filmproduzentin Regina Ziegler ist am 1. November gestorben. Sie wurde 82 Jahre alt. Das teilte der der Kölner Sender WDR mit, der mehrere Produktionen mit Ziegler realisiert hatte.
Besonders eng war Ziegler mit Köln über die WDR-Serie „Die Anrheiner“ verbunden. Die Reihe wurde von 1998 bis 2011 produziert und in Köln gedreht. Sie lief seit dem 21. März 1998 sonntags um 17.45 Uhr im WDR Fernsehen. Erzählt wurden Alltagsgeschichten rund um eine Gaststätte und eine Spedition.
Regina Ziegler erhielt unter anderem einen Emmy und Grimme-Preis
Ziegler wurde 1944 in Quedlinburg geboren. In ihrer Laufbahn entstanden mehr als 500 Film- und Fernsehproduktionen, darunter „Solo für Klarinette“ mit Corinna Harfouch und Götz George, „Der Verleger“ mit Heiner Lauterbach sowie „Die große Flatter“ mit Richy Müller.
Auszeichnungen erhielt ihr Werk unter anderem mit dem Emmy Award, dem Grimme-Preis und dem Deutschen Filmpreis. Zu ihren persönlichen Ehrungen zählten das Bundesverdienstkreuz sowie eine Retrospektive im Museum of Modern Art in New York.
WDR-Intendantin Katrin Vernau würdigt Regina Ziegler
Auch WDR-Intendantin Katrin Vernau würdigte die Verstorbene: „Mit Regina Ziegler verliert der deutsche Film eine der prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte.“ Ziegler sei eine Pionierin gewesen, die mit bewegenden Geschichten beeindruckt und sich weit über die Leinwand hinaus für Kultur, Gesellschaft und Politik eingesetzt habe.
Wie gesellschaftsrelevant ihr Schaffen war, zeigen laut Vernau auch WDR-Koproduktionen wie „Der Verleger“ und „Jenseits der Mauer“. „Sie war eine durchsetzungsstarke Frau, die viele unvergessliche Filme und Serien erst möglich gemacht hat“, so die Intendantin. „Ihre visionäre Kraft und ihre Kreativität bleiben in ihren Werken erhalten und sind nach wie vor spürbar.“