Niederlage vor Gericht

Prinz Harry drohen Kosten in Millionenhöhe

07.07.2026 – 23:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Prinz Harry: Er ist vor Gericht gescheitert. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa/dpa-bilder)

Der Royal und weitere Kläger haben einen Rechtsstreit gegen britische Medien verloren. Die Niederlage könnte für Prinz Harry teuer werden.

Prinz Harry und sechs andere Kläger zogen gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung „Daily Mail“ vor Gericht – und sind gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen.

Der britische Royal hatte gemeinsam mit anderen Prominenten, darunter etwa Elton John und dessen Ehemann David Furnish sowie Schauspielerin Elizabeth Hurley, gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) geklagt. Im Kern warfen sie Reportern der „Daily Mail“ vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren.

58 Millionen Euro Rückforderung

Den Klägern stehen Ende Juli zwei weitere Gerichtstermine bevor, bei denen ihnen auch die Zahlung von Prozesskosten auferlegt werden könnte. ANL gab nach eigenen Angaben umgerechnet knapp 58 Millionen Euro für Verteidiger aus. „Wir werden versuchen, die offenen Fragen zu klären, einschließlich der Rückforderung der Kosten, die uns entstanden sind“, heißt es vonseiten des Verlags.

Bei dem Prozess ging es etwa um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente. ANL wies die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurück und sprach nach dem Urteil von einem „überwältigenden Sieg für die ‚Daily Mail‘ und ihre Journalisten sowie für die Pressefreiheit im Allgemeinen“.

Prinz Harry kritisierte das Urteil dagegen als „völlig ungerechtfertigt“. In einer Erklärung hieß es: „Wir sind vor dieses Gericht gezogen, um Gerechtigkeit zu erhalten und damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Doch wir haben weder das eine noch das andere bekommen.“ Er sprach von einer „offensichtlichen Vertuschung“.

Es war nicht das erste Gerichtsverfahren, das der 41-Jährige gegen britische Medien anstrengte. Im Dezember 2023 erreichte er ein Urteil gegen den Verlag des Boulevardblatts „Daily Mirror“. Im Januar 2025 erzielte er mit den Eigentümern der Boulevardzeitung „Sun“ eine außergerichtliche Einigung.

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