„Weil ich ihn in meiner Nähe brauchte“

Portugal-Trainer bat Ronaldo zu bleiben

06.11.2026 – 09:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Cristiano Ronaldo (l.) und Jorge Jesus: Die beiden Männer gerieten in der letzten Länderspielpause öffentlichkeitswirksam aneinander. (Quelle: IMAGO/HMB Media/Joaquim Ferreira/imago-images-bilder)

Jorge Jesus bittet Cristiano Ronaldo, weiter für Portugal zu spielen – doch der Superstar entscheidet sich anders. Vorausgegangen ist ein Zerwürfnis.

Nationaltrainer Jorge Jesus hätte Cristiano Ronaldo gerne weiter im portugiesischen Trikot gesehen. „Es ist seine Entscheidung. Wir haben bereits vor der ersten Nominierung darüber gesprochen und ich habe ihn gebeten, an meiner Seite weiterzumachen, weil ich ihn in meiner Nähe brauchte“, verriet er im Gespräch mit dem portugiesischen Sender Canal 11. „Aber ich muss seine Entscheidung akzeptieren.“ Es gebe kein Zurück, Ronaldo werde trotzdem immer ein Bezugspunkt für den portugiesischen Fußball sein.

Ronaldo hatte am Donnerstag seine Karriere im Nationaltrikot beendet – nach 23 Jahren, 234 Länderspielen und 146 Toren. Vorausgegangen war ein offener Konflikt zwischen dem Profi und Trainer: Bei den letzten beiden Nations-League-Spielen hatte der Trainer den fünfmaligen Ballon-d’Or-Gewinner nicht eingesetzt und außen vor gelassen.

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Ende September beim Spiel in Norwegen kam Ronaldo nicht zum Einsatz. Vier Tage später gegen Dänemark sollte er erneut nur auf der Bank sitzen. Er verließ daraufhin über Nacht das Teamquartier und ließ sich in einem Privatflugzeug nach Madrid bringen. Seine anschließenden Vorwürfe an Jesus verschärften den Streit. Ronaldo entschuldigte sich und wurde vom Verband zu einer Mini-Strafe verurteilt. Verbandspräsident Pedro Proença versuchte bis zuletzt zu vermitteln – ohne Erfolg.

„Wird prägende Persönlichkeit“

Jesus, der ein Jahr mit Ronaldo bei Al-Nassr in Saudi-Arabien zusammenarbeitete, hob die Verdienste des Stürmers hervor. Ronaldo sei eine „weltweite Referenz, für Portugal und die Nationalmannschaft“. Jesus erklärte: „Ronaldo wird immer eine prägende Persönlichkeit unserer Nationalmannschaft, unseres Volkes und unserer Geschichte bleiben. Im Auditorium habe ich ein großes Bild von ihm aufhängen lassen, damit alle jungen Spieler und Kollegen ihn dort als Vorbild vor Augen haben.“

Mit Portugal hatte Ronaldo 2016 die Europameisterschaft gewonnen sowie zweimal die Nations League – 2019 und 2025.

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