2.000 Beschäftigte
Bayerischer Polsterriese beantragt Insolvenzverfahren
26.06.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Die wirtschaftliche Lage ist aktuell schwierig. Das spürt auch die Möbelindustrie. Nun ist ein weiteres Unternehmen insolvent.
Der Polstermöbelhersteller Himolla ist in Schieflage geraten und hat ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren beantragt. Das im bayerischen Taufkirchen ansässige Unternehmen kämpft nach eigenen Angaben mit der schwierigen Marktlage, schreibt die „WirtschaftsWoche“. Die Insolvenz von Himolla folgt auf die von Hülsta, König + Neurath und Interlübke.
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Europaweit kämpft die Möbelindustrie mit schwacher Konsumlaune, stockender Bautätigkeit und aggressivem Wettbewerb aus Niedriglohnländern. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz der gesamten Branche mit rund 15,8 Milliarden Euro 3,4 Prozent unter dem Vorjahresumsatz. Im Januar und Februar 2026 ging der Umsatz der Polstermöbelindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zurück und lag bei 138 Millionen Euro.
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„Mit den bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen konnten die Umsatzeinbußen und entsprechende Verluste nicht aufgefangen werden“, teilte das Unternehmen laut „Wirtschaftswoche“ mit.
Das Schutzschirmverfahren soll nun durch eine Sanierung die Wende bringen. Das Management bleibt bei diesem Verfahren meist im Amt und wird von externen Fachleuten unterstützt. Vom Gericht wird zusätzlich ein Sachverwalter eingesetzt, der für die Wahrung der Interessen der Gläubiger zuständig ist. Laut „WirtschaftsWoche“ dürfte auch die Suche nach einem neuen Investor beginnen.
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Inwiefern die 2.000 Beschäftigten langfristig betroffen sind, ist derzeit allerdings noch offen. Die 850 Mitarbeitenden in Taufkirchen erhalten für Juni, Juli und August zunächst Insolvenzgeld. Der Geschäftsbetrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.
