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Polizei warnt vor dieser neuen WhatsApp-Betrugsmasche

wochentlich.deBy wochentlich.de11 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Stimme für „Klara“

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche auf WhatsApp


Aktualisiert am 11.09.2026 – 12:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

WhatsApp-Chat: Bei einer ungewöhnlichen Nachricht hilft ein Anruf beim Absender. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

Eine Nachricht von einem Bekannten bittet darum, eine Stimme für ein Mädchen namens „Klara“ abzugeben. Wer dem Link folgt, kann sein WhatsApp-Konto verlieren.

Kriminelle haben in Nordrhein-Westfalen WhatsApp-Konten übernommen, indem sie Nutzer gebeten haben, an einer Abstimmung teilzunehmen. Die Polizei warnt vor der Masche, wie der WDR berichtet. Allein bei der Kreispolizei Borken gingen in den vergangenen Wochen mehrere Anzeigen ein.

Die Nachricht wirkt harmlos und stammt häufig von einem echten Kontakt aus dem Adressbuch, dessen Konto die Täter bereits übernommen haben. Es wird darum gebeten, bei einem angeblichen Fotowettbewerb für „Klara“ abzustimmen. Angeblich gehe es um ein Stipendium für ihre Ausbildung. Die Masche funktioniert vor allem deshalb, weil der Absender bekannt ist. Eine Bitte um die Teilnahme bei einer Abstimmung weckt zudem weniger Misstrauen als bei vergleichbaren Aufrufen von einer fremden Nummer.

  • Funktion wird erweitert: WhatsApp lässt längere Musik im Status zu
  • WhatsApp-Lücke: Fotos sind auch bei gesperrtem Handy sichtbar

Ein Code öffnet den Zugang

Der Link in der Nachricht führt Nutzer jedoch auf eine gefälschte Abstimmungsseite. Wer dort auf „Abstimmen“ klickt, soll seine Telefonnummer eingeben und anschließend eine WhatsApp-Anmeldung bestätigen, zum Teil über einen Code. Damit koppeln die Täter das fremde Konto an ein eigenes Gerät. Die Funktion ist eigentlich dafür gedacht, WhatsApp zusätzlich am Computer oder dem Tablet zu nutzen. Nach erfolgreicher Kopplung können die Täter Nachrichten und Kontakte mitlesen.

Anschließend verschicken sie die Klara-Nachricht über das gekaperte Konto an weitere Kontakte und übernehmen so immer neue Konten. Im Namen der Opfer täuschen sie außerdem Notfälle vor und fordern Geld, ähnlich wie beim Enkeltrick. Julia Hoffboll, Sprecherin der Kreispolizei Borken, sagt, es könne jeden treffen. Auch eine Kollegin sei kürzlich Opfer geworden. „Und das Wichtigste ist für uns: Einfach nicht draufklicken.“

Kein Wettbewerb verlangt einen Anmeldecode

Wer eine solche Nachricht bekommt, sollte den Link nicht öffnen und vor allem keinen WhatsApp-Code eingeben. Für die Teilnahme an einer Abstimmung ist ein solcher Code nicht nötig. Bei einer ungewöhnlichen Bitte hilft ein Anruf beim Absender, um zu klären, ob die Nachricht wirklich von ihm stammt. Nutzer sollten auf das Bauchgefühl hören und Nachrichten ignorieren, die nicht stimmig wirken.

Wer auf den Link geklickt hat, findet in den WhatsApp-Einstellungen unter „Verknüpfte Geräte“ alle Geräte, die auf das Konto zugreifen. Unbekannte Einträge lassen sich dort löschen. Wurde das Konto bereits übernommen, sollten Betroffene ihre Kontakte warnen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Zusätzlichen Schutz bietet die Zwei-Schritt-Verifizierung. Dabei fragt WhatsApp bei jeder neuen Anmeldung eine selbst gewählte Zahlenkombination ab.

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