Festnahme bei Köln
Polizei stoppt Peugeot nach Sprengstoffanschlag – A3 gesperrt
18.12.2025 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Explosion erschüttert am Donnerstag Offenbach. Kurz darauf flüchten die mutmaßlichen Täter in Richtung Köln. Die A3 wird zeitweise voll gesperrt.
Nach einer schweren Explosion vor einer Shishabar im hessischen Offenbach hat die Polizei die mutmaßlichen Täter bis nach Köln verfolgt. Am Donnerstagmorgen (18. Dezember) war gegen 8.30 Uhr vor der Bar im Offenbacher Nordend ein Sprengsatz explodiert. Der Eingangsbereich des Gebäudes wurde laut Polizeiangaben schwer beschädigt. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Zeugen hatten kurz nach der Explosion die Polizei alarmiert und sahen eine Person, die sich schnell vom Tatort entfernte. Sie soll zwischen 1,85 und 1,90 Meter groß und mittleren Alters gewesen sein. Kurz nach der Tat soll die Person in einen dunkelgrauen Peugeot eingestiegen sein, der unweit des Tatorts in einem Hinterhof gewartet hatte.
Nach Hinweisen entdeckten Polizeibeamte den Peugeot mit niederländischem Kennzeichen unweit von Köln auf der A3 im Abschnitt zwischen Köln und Leverkusen. Den Ermittlern gelang es, das Fahrzeug zu stoppen und die beiden Insassen vorläufig festzunehmen. „Die Tatbeteiligung der Verdächtigen ist nun Bestandteil der bereits eingeleiteten Ermittlungen“, heißt es in einer Mitteilung weiter.
Die A3 wurde für den Zeitraum der Kontrolle samt Festnahme kurzzeitig gesperrt, weshalb es zu Staus und Verzögerungen kam. Der Tatort in Offenbach ist weiterhin großräumig abgesperrt, die Hintergründe sind unklar. In die Suche nach den Tatverdächtigen war zwischenzeitlich auch ein Polizeihubschrauber eingebunden.
Explosionen vor Wohnhäusern, Geschäften und Bars erinnern an das Vorgehen der organisierten Kriminalität in den Niederlanden. Sie sind oft als Drohgebärde zu verstehen. In Köln kam es im Zuge des sogenannten Kölner Drogenkriegs im vergangenen Jahr zu etlichen Explosionen, darunter auch in der Innenstadt.
