Das Bündnis „Widersetzen“ hatte Blockaden der Zufahrtswege zu der AfD-Veranstaltung in Gießen angekündigt. „Wir werden diese rechtsextreme Gründung verhindern. Dieses rechtsextreme Kadertreffen in Gießen darf nicht stattfinden“, hatte Suraj Mailitafi von „Widersetzen“ am Montag beim Pressestatement der Linksfraktion im Bundestag gesagt.
Die Gießener Bündnis-Sprecherin Rieka Becker erklärte am Freitag, man werde in der Kälte mit den Körpern Seite an Seite den Weg zur Halle versperren. Die mittelhessische Stadt werde an diesem Wochenende „die größte antifaschistische Mobilisierung erleben, die es in Deutschland je gab.“ In Gießen und andernorts sei „kein Platz für die Menschenfeindlichkeit der AfD“, sagte Becker. „Egal wo die AfD sich versammeln will, werden wir zuerst da sein.“
Bereits am Vortag waren die ersten Protestierenden auf der Straße, mehrere Hundert Menschen demonstrierten in der Innenstadt gegen die bevorstehende AfD-Veranstaltung. Laut Polizei sind etwa zehn Demonstrationen angemeldet. „Die Lage ist aktuell sehr ruhig. Wir haben keine besonderen Vorkommnisse und mussten bisher nicht einschreiten“, sagte ein Polizeisprecher.
