Termin soll nun bereits stehen

Buchhandlungspreis plötzlich doch sicher


06.10.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0847350847

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: Seine Behörde hatte für Irritationen gesorgt, nun wird sie plötzlich sehr konkret. (Quelle: IMAGO/Eventpress Fuhr/imago)

Noch ist der Reformprozess nicht abgeschlossen, die Jury weiter nicht vollständig besetzt – doch jetzt legt sich der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien fest. Der Buchhandlungspreis soll bald fortgesetzt werden.

Der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) will den Buchhandlungspreis 2026 nicht ausfallen lassen. Das teilte die Behörde des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer am Dienstag mit. „Der Preis wird im nächsten Jahr auf der Leipziger Buchmesse erneut verliehen werden“, sagte eine BKM-Sprecherin t-online. Die Buchmesse findet im März 2027 statt.

Für Irritationen über die Fortsetzung des Preises hatte die Behörde zuvor selbst gesorgt. Noch am Montagnachmittag hatte eine Sprecherin auf die konkrete Frage, ob der Preis 2026 ausfalle, geantwortet: „Zunächst müssen die konzeptionellen Überlegungen abgeschlossen werden. Davon hängt ab, wann es zu einer neuen Ausschreibung des Preises kommen kann.“

Außerdem hatte die Behörde mitgeteilt, dass sie sich weiterhin mit der Jury darüber austausche, den Preis zu reformieren. Ein Platz in der Jury sei seit Ende 2025 weiterhin nicht besetzt. Den Termin für die geplante Verleihung im März 2027 hatte sie nicht mitgeteilt.

Eklat um diesjährige Preisverleihung

Seit der erstmaligen Ausschreibung 2015 war die Bewerbungsphase des Preises bis 2024 jeweils zwischen März und Mai gestartet und hatte eine Dauer von vier bis acht Wochen. Die Preisverleihung hatte jeweils im Sommer oder Herbst stattgefunden. 2025 war die Bewerbungsphase erst im August gestartet. Anschließend war die Verleihung im Frühjahr 2026 aufgrund eines Eklats um den Ausschluss dreier Buchhandlungen abgesagt worden.

Weimer hatte sie aufgrund von „verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen“ von der Liste der Preisträger gestrichen. Vorausgegangen waren zwei sogenannte Haber-Verfahren, in denen der BKM Auskunft vom Bundesamt für Verfassungsschutz über die Läden erbeten hatte.

Zuletzt hatten interne Dokumente, über die t-online berichtete, Zweifel an den Darstellungen des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien zum Eklat geweckt. Fraglich ist, aufgrund welcher konkreter Erkenntnisse der Verfassungsschutz eingeschaltet wurde. Bislang haben sich weder Weimer noch seine Behörde im Detail dazu geäußert.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version