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Politik

Pistorius zu Hormus-Mission: «Wir sind jedenfalls ready»

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Pistorius zu Hormus-Mission: «Wir sind jedenfalls ready»
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Straße von Hormus

Pistorius zu Hormus-Mission: „Wir sind jedenfalls ready“

Aktualisiert am 18.06.2026 – 13:29 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Marine verlegt derzeit zwei Schiffe in Richtung der Straße von Hormus – das gab Verteidigungsminister Pistorius bei einem Treffen mit seinen Nato-Kollegen in Brüssel bekannt. (Quelle: Malin Wunderlich/dpa/dpa-bilder)

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Zwei Schiffe der Deutschen Marine haben den Suezkanal durchfahren. Im Roten Meer sollen sie sich bereithalten, um schnell in der Straße von Hormus einsatzbereit zu sein.

Kurs aufs Rote Meer: Die für einen möglichen Minenräumeinsatz in der Straße von Hormus vorgesehenen Schiffe der Deutschen Marine haben den Suezkanal passiert und sollen sich nun vor Dschibuti für eine internationale Mission bereithalten.

„Wir wollen, wenn es gefordert ist und Realität wird, schnell handlungsfähig und vor allen Dingen schnell dann in der Straße von Hormus sein“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dazu in Brüssel, wo er seine Amtskollegen aus den Nato-Staaten traf.

Das Minenjagdboot „Fulda“ und der Tender „Mosel“ sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in einem multinationalen Verband unterwegs und brauchen noch 5 bis 7 Tagen bis zu ihrem Zwischenziel.

Minenjagdboot «Fulda»Vergrößern des Bildes
Das Minenjagdboot „Fulda“ ist derzeit auf dem Weg in Richtung der Straße von Hormus. (Archivbild) (Quelle: Marcus Golejewski/dpa/dpa-bilder)

An Bord der Schiffe sind rund 140 Soldaten

Die beiden Schiffe wurden für einen möglichen Einsatz mit autonomen Systemen ausgestattet. Auch Minentaucher und Schutzkräfte für die Schiffe („Vessel Protection Teams“) sind dabei. Insgesamt befinden sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 140 Männer und Frauen an Bord.

Die 1998 in Dienst gestellte „Fulda“ verfügt über eine Druckkammer für Taucher und ist mit Drohnen ausgerüstet, die Minen orten können. Minentaucher können die Sprengkörper dann unschädlich machen. Neben autonomen Drohnen, die ein bestimmtes Seegebiet selbstständig erkunden, stehen gelenkte Unterwasserdrohnen zur Verfügung, die über eine Kamera und einen Greifer verfügen.

Experten gehen davon aus, dass der Iran kurz nach Beginn des Krieges mehrere Dutzend Seeminen in der Meerenge verteilt haben soll – auch wenn Teheran einen solchen Einsatz nie bestätigt hat. US-Präsident Donald Trump teilte zwischenzeitlich mit, dass einige der Minen bereits geborgen worden seien.

Die Schiffe sind erstmal auf EU-Ticket unterwegs

Während des Transits beteiligen sich die Schiffe an der EU-Marinemission „Aspides“ und tragen zum maritimen Lagebild im Roten Meer bei. Sie sammeln also Informationen, die auch Grundlage für weitere Entscheidungen sein können.

Die Bundesregierung will zeigen, dass sie in einer internationalen Koalition einen Beitrag zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus leisten will. „Wir sind jedenfalls ready. Wenn es soweit ist, sind wir bereit“, sagte Pistorius dazu.

Für die Fahrt näher an das mögliche Einsatzgebiet sei noch kein Mandat des Bundestages nötig, sagte Pistorius. Dieser Schritt sei abgedeckt über das deutsche Mandat für „Aspides“.

Verteidigungsminister Boris PistoriusVergrößern des Bildes
„Wir sind ready“, meint Verteidigungsminister Boris Pistorius. (Quelle: Malin Wunderlich/dpa/dpa-bilder)
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