Sie sollen kaum aufzuspüren sein
„Unübertroffen“: Pistorius wirbt für Kauf deutscher U-Boote
27.05.2026 – 20:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwölf U-Boote bieten Deutschland und Norwegen Kanada gemeinsam an. Verteidigungsminister Pistorius preist dabei den deutschen Hersteller TKMS.
Bei seinem Besuch in Kanada hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für den Kauf von zwölf deutschen U-Booten der gemeinsam mit Norwegen entwickelten Klasse 212 CD geworben. „Als zwei der engsten Verbündeten Kanadas haben wir nun ein Angebot für zwölf U-Boote eingereicht“, sagte Pistorius am Mittwoch auf der Rüstungsmesse Cansec in Ottawa.
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Die U-Boote der Klasse 212 CD werden vom deutschen Unternehmen ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) gebaut. Bislang haben Deutschland und Norwegen die Beschaffung von jeweils sechs U-Booten beschlossen. Sollte Kanada das deutsch-norwegische Angebot für zwölf weitere annehmen, würde sich die Produktionsmenge somit verdoppeln. Neben Deutschland und Norwegen bewirbt sich auch Südkorea um den Verkauf der U-Boote an Kanada.
„Herausragende Qualität“
In einem gemeinsamen Pressestatement mit seinem kanadischen Kollegen David McGuinty warb Pistorius offensiv für TKMS. Das Unternehmen sei mit seiner „langjährigen Expertise bei U-Booten und U-Boot-Operationen“ sowie der „herausragenden Qualität seiner U-Boote“ nach deutscher Einschätzung „unübertroffen“, sagte Pistorius.

Die U-Boote seien „auf dem Stand der Technik“ und im Einsatz für mögliche Gegner „nahezu nicht detektierbar“. Sollte Kanada die U-Boote erwerben, könne „die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte“ entstehen, sagte Pistorius weiter. Dies wäre „ein echtes Asset auch für die Nato“.
In seinem Statement hob Pistorius zugleich die strategische Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit mit Kanada hervor. Deutschland und Kanada wollten „Seite an Seite für Sicherheit sorgen“, sagte der Verteidigungsminister. Dies gelte im Nordatlantik, im hohen Norden und in der Arktis. Die 212-CD-U-Boote seien besonders für die Arktis und den hohen Norden geeignet. Über sie könnten Daten „nahezu in Echtzeit“ ausgetauscht und mit Daten der Nato abgeglichen werden.
