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Politik

Pistorius nimmt in Texas ersten Kampfjet entgegen

wochentlich.deBy wochentlich.de18 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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„Meilenstein“ für die Bundeswehr

Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet entgegen

18.09.2026 – 20:46 UhrLesedauer: 2 Min.

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Boris Pistorius: Der Verteidigungsminister nahm an der Übergabezeremonie in Fort Worth teil. (Quelle: Kay Nietfeld)

Deutschland hat seinen ersten F-35-Tarnkappenjäger erhalten – ein Kampfflugzeug, das selbst modernsten Radarsystemen trotzt. Pistorius sieht darin eine „neue Ära für die Luftwaffe“.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang genommen. Das Rüstungsunternehmen Lockheed Martin erklärte am Freitag nach der Übergabe am Firmensitz in Fort Worth, dies sei ein „Meilenstein für Deutschland“ wie auch für die Nato insgesamt. Pistorius sprach demnach von einer „neuen Ära für die Luftwaffe“.

„Der neue Kampfjet F-35A ist das weltweit modernste Kampfflugzeug“, sagte Pistorius laut der Erklärung weiter. Es zeichne sich unter anderem durch seine Tarnkappen-Fähigkeiten und seine außerordentlich leistungsfähige Sensortechnologie aus.

Der Verteidigungsminister hatte Befürchtungen zurückgewiesen, durch den F-35-Kauf mache sich Deutschland abhängig von den USA. Es gehe um ein „Gleichgewicht“, sagte der SPD-Politiker. „Wir brauchen einander in bestimmten Verteidigungsbereichen“, sagte er am Dienstag in Washington zum Auftakt seiner USA-Reise.

F-35 sind für Radar schwer zu entdecken

Die ersten acht F-35-Kampfjets für die deutsche Luftwaffe bleiben zunächst in den Vereinigten Staaten, wo deutsche Piloten und Techniker an ihnen ausgebildet werden. Ab 2027 sollen dann die ersten Maschinen auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel in Rheinland-Pfalz stationiert werden.

Deutschland hatte die F-35-Maschinen Ende 2022 bestellt, um die alternde Tornado-Flotte abzulösen. Wegen ihrer speziellen Form und Außenbeschichtung sind die Maschinen für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken.

Kampfflugzeug vom Typ F-35A: Deutschland hat 35 Stück der Tarnkappenjets bestellt.Vergrößern des Bildes
Kampfflugzeug vom Typ F-35A: Deutschland hat 35 Stück der Tarnkappenjets bestellt. (Quelle: Kay Nietfeld)

Die US-Regierung hat die Jets nach eigenen Angaben im Iran-Krieg eingesetzt, der Ende Februar begann. Nach Angaben von Lockheed Martin sind derzeit weltweit mehr als 1.350 dieser Kampfflugzeuge im Einsatz.

Hegseth will wohl Zehntausende Soldaten abziehen

Zum Auftakt seiner Reise hatte Pistorius am Dienstag bei Washington eine Rüstungsvereinbarung mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unterzeichnet. Bei den Beratungen im Pentagon ging es auch um die US-Pläne für einen Truppenabzug in Europa. Der Sender NBC berichtete am Freitag, Hegseth lasse den Abzug von 25.000 Soldatinnen und Soldaten prüfen. Ein anderes von insgesamt vier Szenarien sehe sogar 40.000 Kräfte weniger in Europa vor.

Dem Bericht zufolge will Hegseth US-Präsident Donald Trump bis zum 6. November eine Empfehlung vorlegen. Das Pentagon hatte bereits im Frühjahr den Abzug von 5.000 US-Soldatinnen und -Soldaten aus Deutschland angekündigt. Zuletzt waren rund 36.000 US-Soldaten in der Bundesrepublik stationiert.

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