„Wirklich außergewöhnlich“

Frankfurter Flughafen: Pilot wird zum Geisterfahrer


26.10.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Airbus A321 der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines (Symbolbild): Am Frankfurter Flughafen ist es vergangene Woche zu einem Zwischenfall gekommen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Markus Mainka/imago)

Ein Flug nach Istanbul beginnt in Frankfurt mit einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Erst nach dem Eingreifen der Flugsicherung kann die Maschine ihre Reise fortsetzen.

Am Frankfurter Flughafen ist es vergangene Woche zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Passagierflugzeug der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines ist auf einer Startbahn in die falsche Richtung gefahren. Die Fluglotsen griffen ein und verhinderten, dass die Maschine ihren Weg fortsetzte.

Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Dienstag (20. Oktober), wie das Fachportal „The Aviation Herald“ zunächst berichtete. Der Airbus A321 mit der Flugnummer PC996 sollte von Frankfurt nach Istanbul fliegen. Dafür habe die Besatzung eine Startfreigabe für die Startbahn 18 in südlicher Richtung erhalten.

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Stattdessen bog die Maschine jedoch in Richtung Norden auf die Piste ein. Der Start des Airbus A321 wurde kurz darauf bei geringem Tempo (65 km/h) abgebrochen, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Fluglotsen hätten „das natürlich sofort gesehen“ und die Piloten von der Piste navigiert.

„The Aviation Herald“ zufolge, wurde das Flugzeug anschließend erneut zur Startbahn geleitet. Der Flieger konnte demnach etwa sieben Minuten nach dem Zwischenfall in die vorgesehene südliche Richtung abheben und seinen Flug nach Istanbul ohne weitere Probleme fortsetzen.

Frankfurter Flughafen: Untersuchung könnte folgen

Der Vorfall sei „wirklich außergewöhnlich“, sagte der Sprecher der DFS. „Das geschieht nicht häufig, schon gar nicht in Deutschland.“ Es habe aber keine akute Gefährdung gegeben, „weil alles rechtzeitig unter Kontrolle war.“

Die DFS habe den Vorfall der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung gemeldet, sagte der Sprecher. Diese werde prüfen, ob eine Untersuchung eingeleitet werde, hieß es aus Braunschweig von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte, dass es am Dienstag „einen Vorfall“ gegeben habe – ohne Hintergründe dazu zu nennen.

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