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Piaggio zeigt GTS 310 „Edizione Ottantesimo“

wochentlich.deBy wochentlich.de30 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Piaggio zeigt GTS 310 „Edizione Ottantesimo“
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80 Jahre Vespa

Der Roller, der zum Popstar wurde


30.06.2026 – 18:17 UhrLesedauer: 2 Min.

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Rom im Zeichen der Vespa: Zum 80. Geburtstag des Rollers versammeln sich Zehntausende Fahrer in der Ewigen Stadt. (Quelle: IMAGO/Riccardo De Luca / Agf)

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Seit 1946 prägt die Vespa nicht nur die Straßen, sondern auch die Popkultur. Zum Jubiläum gibt es ein limitiertes Sondermodell. Und in Rom feiern Zehntausende Fans die Legende.

Rom, Ende Juni: Zehntausende Vespa-Fahrer aus aller Welt rollen durch die Straßen der Ewigen Stadt. Motoren knattern, Chrom glänzt. Die Vespa feiert ihren 80. Geburtstag.

Die „Vespa World Days“ machten Italiens Hauptstadt zum Treffpunkt für Fans aus aller Welt. Piaggio, der Hersteller des Motorrollers, stellte zu diesem Anlass ein limitiertes Sondermodell vor.

Vespa GTS 310: Das Jubiläumsmodell vereint mattierte Metalloptik, grüne Akzente und moderne Technik.Vergrößern des Bildes
Vespa GTS 310: Das Jubiläumsmodell vereint mattierte Metalloptik, grüne Akzente und moderne Technik.

Das Jubiläumsmodell, die GTS 310 Edizione Ottantesimo, ist auf genau 1.946 Exemplare begrenzt. Die krumme Zahl ist eine Hommage an das Geburtsjahr der Vespa. Piaggio bietet es mit mattierter Lackierung und grünen Akzenten für 12.000 Euro an. Eine stilisierte 80 und eine nummerierte Plakette verraten das Sondermodell. Technisch ist das Modell mit einem Einzylindermotor ausgestattet, der 18 kW (25 PS) leistet. Keyless-Go und ein Farbdisplay mit Smartphone-Anbindung gehören ebenfalls zur Serienausstattung.

Die Vespa machte Italien mobil

Die Erfolgsgeschichte der Vespa begann im Frühjahr 1946 unter denkbar schwierigen Bedingungen. Das Piaggio-Werk im toskanischen Pontedera lag nach Bombenangriffen in Trümmern; die Alliierten hatten dem Unternehmen die Rüstungsproduktion verboten.

Firmenchef Enrico Piaggio musste schnell umdenken. Er beauftragte den Hubschrauberkonstrukteur Corradino D’Ascanio mit der Entwicklung eines neuen Zweirads. Denn Italien brauchte ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel.

Das Urmodell von 1946: Mit 3,2 PS und drei Gängen motorisierte der erste Roller das zerstörte Italien der Nachkriegszeit.Vergrößern des Bildes
Erfolgsstart 1946: Mit 3,2 PS und drei Gängen motorisierte das erste Modell ein ganzes Land.

D’Ascanio war allerdings kein Motorradspezialist. Und genau das machte den Unterschied. Er brach mit den Konventionen des Motorradbaus: Anstelle einer Mittelstrebe schuf er einen freien Durchstieg, der das Aufsteigen erleichterte. Ein breites Blech schützte die Beine des Fahrers, der Motor verschwand unter einer Haube. Das war nicht nur praktisch, sondern auch elegant. Der erste Roller leistete 3,2 PS, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und war robust genug für den Alltag.

Genie ohne Motorrad-Erfahrung: Der Hubschrauberpionier Corradino D'Ascanio erfand die kettenlose Triebsatzschwinge.Vergrößern des Bildes
Genie ohne Motorrad-Erfahrung: Der Hubschrauberpionier Corradino D’Ascanio erfand die kettenlose Triebsatzschwinge.

Die Vespa war eine Antwort auf die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit. Auch für den Materialmangel fand D’Ascanio eine Lösung: Anstelle einer klassischen Antriebskette entwickelte er die Triebsatzschwinge, bei der Motor, Getriebe und Hinterrad eine kompakte Einheit bilden. Das sparte Bauteile und machte den Roller wartungsarm.

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