Das langjährige Erfolgsduo der SVE: Ex-Trainer Horst Steffen (li.) und Ex-Sportvorstand Nils-Ole Book. (Quelle: IMAGO/Philipp Flohr/imago-images-bilder)

Heute ist Holzer senior Aufsichtsboss des Überraschungsklubs und tritt trotz des sportlichen Höhenflugs eher dosiert in die Öffentlichkeit, drängt keineswegs dorthin.

Nach der Saison 2024/25 bezeichnete er den Erfolg des Klubs, der die Saison auf Rang drei abgeschlossen hatte, als „Lohn für ruhige, kontinuierliche Arbeit“. Anders als bei vielen Traditionsklubs gibt es kaum Wechsel auf den entscheidenden Positionen. Das Erfolgsduo aus Horst Steffen und Nils-Ole Book arbeitete jahrelang zusammen, wurde erst aufgrund des Erreichten von Bundesligisten abgeworben. Skandale oder öffentliche Reibereien gibt es bei der SVE nicht.

Dafür allerdings ordentlich Sponsorengelder von Holzers Unternehmen. Ursapharm ist Namensgeber des Stadions und mit seiner Eigenmarke Hylo auch Trikotsponsor. Genaue Zahlen, wie viel sich die Holzers das Engagement bei der SVE kosten lassen, sind nicht bekannt.

Budget weit entfernt von der Zweitligaspitze

Klar ist indes: Von einer Dimension wie in Hoffenheim, wo SAP-Mitgründer Dietmar Hopp seinen Heimatverein dank Finanzspritzen in Multimillionenhöhe vom Amateurfußball in die Bundesliga hievte, ist Elversberg weit entfernt. Die Elversberger hatten einen der niedrigeren Etats der 2. Bundesliga.

Sicher ist dem Klub allerdings die Unterstützung der regionalen Wirtschaft – besonders aus dem Mittelstand. Die SVE hat etwa 400 Businesspartner und damit fast den gesamten Mittelstand des Saarlands an ihrer Seite. Förderlich ist dabei natürlich Holzers Verwurzelung in der Region – und sein wirtschaftlicher Einfluss.

Keller der Kfz-Werkstatt als Umkleidekabine

Und der wirkt sich auch auf die Infrastruktur aus – obwohl diese (noch) nicht bundesligatauglich ist. Vor nicht allzu langer Zeit haben sich die Spieler vor einer Partie noch im Keller einer benachbarten Kfz-Werkstatt umgezogen. Das ist mittlerweile zwar Geschichte, doch zum Training fahren die Profis weiterhin ins nahe gelegene St. Ingbert.

Dort baut der Klub gerade ein neues Trainingszentrum, was sinnbildlich dafür ist, dass sich im Umfeld einiges gut entwickelt. Während Großinvestitionen in die Mannschaft eher die Ausnahme sind (im vergangenen Jahrzehnt investierte die SVE nicht einmal 1,5 Millionen Euro in Neuzugänge), sieht das bei der Infrastruktur ganz anders aus.

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