Tierrechtsorganisation
PETA fordert Aus für Feuerwerk bei Kölner Lichtern
28.07.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 2 Min.
PETA fordert ein Ende des Feuerwerks bei den Kölner Lichtern. Die Tierrechtsorganisation sieht Wildtiere und die trockene Umgebung aufgrund des Spektakels in Gefahr.
Die Vorbereitungen für die Kölner Lichter laufen, Tickets für Tribünen und Schiffe werden verkauft, und erstmals soll eine Drohnenshow das traditionelle Feuerwerk ergänzen. Die Tierrechtsorganisation PETA hält das Spektakel allerdings nicht mehr für zeitgemäß.
Nach eigenen Angaben wandte sie sich bereits im März mit einem eindringlichen Appell an die Geschäftsführung der Kölner Lichter Event GmbH, wie ein Sprecher auf Nachfrage der Kölner Redaktion von t-online berichtete. Die Organisation hatte die Veranstalter aufgefordert, auf das Feuerwerk zu verzichten. Eine Antwort habe sie bislang nicht erhalten.
Kölner Lichter: PETA kritisiert Zeitpunkt der Veranstaltung
PETA kritisiert vor allem den Zeitpunkt der Veranstaltung. Im Sommer seien zahlreiche Wildtiere noch mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Explosionen, Lichtblitze und Rauch könnten die Tiere aufschrecken und zu panischen Fluchtreaktionen führen. Dabei könnten Vögel und andere Wildtiere die Orientierung verlieren, ihre Nester verlassen oder sich verletzen.
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Hinzu kommt aus Sicht von PETA die derzeitige Trockenheit. In und um Köln führen Gewässer teilweise sehr wenig Wasser, einzelne Bäche und Quellen sind bereits ausgetrocknet. Die Stadt hatte deshalb sogar die Wasserentnahme aus Bächen im Stadtgebiet untersagt. PETA sieht vor diesem Hintergrund auch eine erhöhte Brandgefahr und fordert die zuständige Kölner Naturschutzbehörde auf, das Feuerwerk zu untersagen.
PETA: Bonn geht bei „Rhein in Flammen“ mit gutem Beispiel voran
Aus Sicht der Tierrechtsorganisation streiche die Stadt Bonn künftig das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ aus dem Programm. Ab 2028 sollen dort Menschen mit tierfreundlichen Alternativen wie Drohnen- oder Lichtershows zum Staunen gebracht werden. Bei den Kölner Lichtern werden Drohnen in diesem Jahr erstmals Teil der Inszenierung sein – zunächst allerdings zusätzlich und nicht als Ersatz für das Feuerwerk.
PETA fordert nun einen grundsätzlichen Kurswechsel: Köln solle dem Beispiel anderer Städte folgen und auf eine tier- und umweltfreundlichere Inszenierung setzen.
