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Personenschützer hetzte gegen Knobloch – und behält Job

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juli 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Personenschützer hetzte gegen Knobloch – und behält Job
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Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde

Polizist hetzte gegen Knobloch – und behält Job


01.07.2025 – 20:22 UhrLesedauer: 1 Min.

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Charlotte Knobloch beim Filmfestival in Cannes (Archivfoto): Die Münchner Polizei wollte ihren früheren Personenschützer rauswerfen – und unterlag. (Quelle: IMAGO/Shootpix/ABACA/imago)

Ein Personenschützer verbreitete Gaskammer-Phantasien über Charlotte Knobloch – arbeiten darf er bei der Münchner Polizei weiter. Gegen den Willen seiner Chefs.

Ein Münchner Polizist, der in privaten WhatsApp-Chats antisemitische Gaskammer-Phantasien über seine ehemalige Schutzperson Charlotte Knobloch geäußert hatte, darf weiterhin im Polizeidienst bleiben. Der Verwaltungsgerichtshof München entschied sich bereits im Februar für eine lediglich geringfügige Disziplinarmaßnahme – wie am Dienstag zunächst über „Beck Aktuell“ bekannt wurde. Später berichteten auch weitere Münchner Medien.

Michael R. war als Personenschützer der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern eingesetzt. In privaten Chats verbreitete er rassistische und nationalsozialistische Inhalte, die sich auch auf Knobloch bezogen. So wünschte er sich etwa, Knobloch würde vergast oder in ein Konzentrationslager gebracht. Regelmäßig verwendete er auch NS-Abkürzungen wie „SH“ für „Sieg Heil“ oder „HH“ für „Heil Hitler“.

Neben den extremistischen Äußerungen gab Michael R. mindestens viermal unbefugt polizeiliche Informationen weiter, darunter Blutproben-Ergebnisse eines Verwandten und Details aus Ermittlungen gegen Fußballstar Jérôme Boateng.

Die Münchner Polizei wollte den Beamten nach Bekanntwerden der Chats entlassen, unterlag jedoch vor dem Verwaltungsgerichtshof. Eine Strafe für R. gab es dort dennoch: eine Zurückstufung um einen Dienstgrad – vom Kriminalhauptmeister zum Kriminalobermeister.

Michael R. arbeitet seither ohne Uniform ausschließlich im Innendienst und wird nicht mehr bei Durchsuchungen oder Vernehmungen eingesetzt. Zudem müsse der Beamte „sein eigenes Verhalten regelmäßig reflektieren“. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte Knobloch am Dienstag: „Judenhass ist leider überall zu finden. Aber bei denen, die Minderheiten schützen, sollte das nicht der Fall sein.“

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