Angebot liegt vor

Paypal steht offenbar vor Verkauf


15.07.2026 – 08:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Paypal: Der Zahlungsanbieter hat in den letzten Jahren an Boden verloren. (Quelle: Lobeca/imago)

Der digitale Bezahldienstleister Paypal gehörte einst zu den Pionieren bei digitalen Zahlungen. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Der Zahlungsabwickler Stripe und der Finanzinvestor Advent International wollen Insidern zufolge PayPal übernehmen. Die beiden Unternehmen hätten Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je Aktie vorgelegt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den PayPal-Schlusskurs vom Dienstag.

Die Offerte sei durch Finanzierungszusagen von Banken über etwa 50 Milliarden Dollar abgesichert, sagten die Insider. Stripe und Advent planten einen gemeinsamen Besitz zu gleichen Teilen. Eine erste Kontaktaufnahme habe es bereits Anfang April gegeben. Bislang hätten die Bieter jedoch keine Antwort von PayPal erhalten. Sie strebten Gespräche mit PayPal in den nächsten Wochen an.

Paypal äußert sich nicht zu möglichem Verkauf

Advent wollte sich nicht dazu äußern. Von PayPal und Stripe war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Stripe ist ein Konkurrent von PayPal, wobei sich Stripe mehr auf Unternehmen als Kundenstamm konzentriert hat, während PayPal sich als Bezahldienst für alle positioniert hat. Advent International ist ein Private-Equity-Fonds, der in zahlreiche Branchen und Unternehmen investiert.

Der US-Konzern PayPal gehört zu den Pionieren bei digitalen Zahlungen, hat jedoch in den vergangenen Jahren angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay massiv an Boden verloren. Der Börsenwert des Unternehmens, der 2021 in der Pandemie noch bei rund 360 Milliarden Dollar lag, fiel in diesem Jahr auf ein Tief von 36 Milliarden Dollar. Allein in den vergangenen zwölf Monaten büßte PayPal mehr als 40 Prozent seines Marktwerts ein.

Um gegenzusteuern, hat der im März angetretene Konzernchef Enrique Lores einen umfassenden Umbau eingeleitet. Im April teilte er das operative Geschäft in drei Einheiten auf, darunter den Bezahldienst Venmo sowie den Bereich für Zahlungen und Kryptowährungen, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

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