Nach Bosnien und Algerien
Paviane müssen weichen: Hellabrunn bekommt Riesenpandas
27.05.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Tierpark Hellabrunn hat seine 23 Mantelpaviane nach Bosnien und Algerien abgegeben. 2028 sollen zwei Riesenpandas einziehen – auf Wunsch von Markus Söder.
Um Platz für Riesenpandas zu schaffen, hat der Tierpark Hellabrunn seine Mantelpaviane ins Ausland verlegt. Die 23 Tiere wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und nach Gesundheitschecks transportiert – eine Gruppe per Lkw nach Bosnien, eine per Flugzeug nach Algerien. Der Transport sei unkompliziert verlaufen, alle Tiere seien wohlauf, teilte der Tierpark mit.
Zwei Riesenpandas sollen 2028 in Hellabrunn einziehen. Sie sind eine Leihgabe der Volksrepublik China, die Riesenpandas seit mehr als 50 Jahren nach politischen Gesichtspunkten ins Ausland verleiht. München soll damit nach Berlin der zweite Tierpark in Deutschland werden, der Riesenpandas hält. Die Tiere gelten in der freien Wildbahn als gefährdet.
Pavian-Anlage fungiert als neues Panda-Zuhause
Die bisherige Pavian-Anlage soll Teil des neuen Panda-Geheges werden. „Der Umzug der Paviane ist zugleich ein erster wichtiger Meilenstein für das Großprojekt Panda, denn die bisherige Pavian-Anlage wird künftig Teil der neuen Panda-Anlage sein“, teilte der Tierpark Hellabrunn mit. Den Spatenstich plant Hellabrunn in einigen Monaten.
Die zweite Hälfte der Anlage soll auf dem Gelände der bisherigen Lama-Anlage entstehen, nach Angaben des Tierparks. Die Lamas sollen im Laufe des Jahres ins Hellabrunner Mühlendorf umziehen.
Transport der Paviane ist mit viel Aufwand verbunden
Der Transport der Paviane war auch für den Zoll kein gewöhnlicher Vorgang. Mantelpaviane unterliegen dem internationalen Artenschutz – für jedes einzelne Tier war eine eigene Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Da Tiere zollrechtlich als Waren gelten, musste zudem eine Ausfuhranmeldung eingereicht werden. Am Flughafen prüften die Beamten nicht nur die Dokumente, sondern auch jedes einzelne Tier, wie das Hauptzollamt München erläuterte.
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„Der Schutz bedrohter Tierarten endet nicht an den Grenzen. Mit den Kontrollen stellt der Zoll sicher, dass internationale Artenschutzbestimmungen eingehalten werden und geschützte Tiere nur mit den erforderlichen Genehmigungen transportiert werden“, sagte Thomas Meister, Sprecher des Hauptzollamts München. Bis die Pandas einziehen können, stehen in Hellabrunn noch größere Umbauten an – der Spatenstich soll in einigen Monaten folgen.
