Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff
„Absolute Spezialisten“: Passagier muss in Quarantäne
11.05.2026 – 09:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Person vom betroffenen Kreuzfahrtschiff wird in der Charité behandelt – und muss erst einmal in Quarantäne. Was bekannt ist.
Unter den Passagieren des vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ befindet sich eine Person aus der Region Berlin-Brandenburg – ohne Krankheitszeichen, aber mit behördlich geplanter Quarantäne.
Die Charité hatte der Bundesregierung das Angebot zur Aufnahme bereits vorab gemacht. Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) begründete das im rbb-„Inforadio“ so: „Die Charité hat schon letzten Mittwoch der Bundesregierung angeboten, Patienten aufzunehmen, weil sie über die Isolationsmöglichkeiten verfügen und weil sie natürlich absolute Spezialisten sind in der Virologie.“
Insgesamt sind vier deutsche Passagiere betroffen. Am späten Sonntagabend wurden sie vom niederländischen Eindhoven nach Deutschland gebracht. Als Zwischenstation ist die Uniklinik Frankfurt geplant, von wo aus die Passagiere zunächst weiter untersucht und beobachtet werden sollen, bevor sie zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden. Eine Bestätigung der Ankunft in Frankfurt lag zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vor.
Nach Angaben der Berliner Gesundheitsverwaltung soll nach aktuellem Stand keine weitere Person nach Berlin gebracht werden. Das Brandenburger Gesundheitsministerium hatte mitgeteilt, dass sich unter den Betroffenen keine Personen aus Brandenburg befinden.
