Der Zellabstrich wird anschließend im Labor auf Veränderungen untersucht.

Für den Pap-Test wird eine Zellprobe aus der Gebärmutterschleimhaut entnommen. (Quelle: JodiJacobson/getty-images-bilder)

Pap-Stufen: Was bedeuten sie?

Je nachdem, wie stark mögliche Zellveränderungen sind, teilen Fachleute das Ergebnis des Pap-Tests in verschiedene Stufen/Klassen ein.

Befund Bedeutung
Pap 0 Das Ergebnis ist nicht eindeutig (etwa aufgrund eines Laborfehlers); daher sollte der Abstrich innerhalb von drei Monaten wiederholt werden.
Pap I unauffälliger Abstrich
Pap II-a unauffälliger Abstrich, jedoch war der Abstrich in vorangegangenen Untersuchungen schon einmal auffällig
Pap II minimale Zellveränderungen; kein Verdacht auf Krebs
Pap IIID1 eindeutige Zellveränderungen, die sich jedoch häufig wieder zurückbilden; geringes Entartungsrisiko
Pap IIID2 mögliche Krebsvorstufen: starke Zellveränderungen mit erhöhtem Krebsrisiko
Pap III keine Krebszellen, jedoch unklare Zellveränderungen
Pap IV / Pap V starke Zellveränderungen; hohe Wahrscheinlichkeit, dass bereits eine Krebsvorstufe oder Gebärmutterhalskrebs vorliegt

Pap-Test positiv: Was nun?

Wichtig zu wissen: Ist der Pap-Test auffällig, ist dies – auch bei höheren Pap-Stufen – kein Beweis für Gebärmutterhalskrebs. Vielmehr ist das Ergebnis nur ein Hinweis darauf, dass mehr oder weniger starke Zellveränderungen vorliegen.

Je nachdem, um welche Stufe es sich handelt, kann ein erneuter Pap-Test in kürzeren Zeitabständen nötig sein. Bei höheren Pap-Stufen wird die Ärztin oder der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen, um Krebs ausschließen oder diagnostizieren zu können. Dazu zählt zum Beispiel ein HPV-Test: Dafür wird ein Zellabstrich auf Humane Papillomviren untersucht. Vor allem, wenn sich bestimmte HP-Viren vom sogenannten Hochrisikotyp nachweisen lassen, könnte dies in Verbindung mit einer hohen Pap-Stufe auf Gebärmutterhalskrebs hinweisen.

Für eine eindeutige Diagnose sind jedoch weitere Untersuchungen nötig. Dazu zählen zum Beispiel eine Scheidenspiegelung (Kolposkopie) und eine größere Gewebeprobe (Biopsie). Auch kann gegebenenfalls eine Konisation nötig sein: Dabei wird ein kegelförmiges Gewebestück aus dem Gebärmutterhals entfernt und untersucht.

Pap-Test: Wer übernimmt die Kosten?

Der Pap-Test ist Teil der gynäkologischen Krebsfrüherkennung. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen für Frauen ab 20 Jahren. Dabei gilt:

  • Frauen zwischen 20 und 34 haben einmal jährlich Anspruch auf einen kostenlosen Pap-Test.
  • Frauen ab 35 können alle drei Jahre einen Pap-Test in Kombination mit einem HPV-Test machen lassen. Der Abstrich wird dann sowohl auf Zellveränderungen als auch auf HP-Viren untersucht.

Pap-Test für über 35-Jährige nur noch alle drei Jahre

Bis Ende 2019 hatten auch Frauen über 35 Jahren Anspruch auf einen jährlichen Pap-Test. Seit Anfang 2020 bezahlen die Krankenkassen nur noch alle drei Jahre einen solchen Test, dann allerdings in Kombination mit einem HPV-Test. Die Kombination aus HPV- und Pap-Test gilt bei etwas älteren Frauen als besonders zuverlässige Methode zur Diagnose von Gebärmutterhalskrebs. Daher gilt ein Untersuchungsabstand von drei Jahren als ausreichend sicher.

Loading…

Loading…

Loading…

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version