Kurzreise ab Berlin

Dieses bezaubernde Ostseebad ist (noch) ein Geheimtipp


31.05.2026 – 13:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Strandkörbe in Wustrow (Archivbild): Der Strand ist mehrere Kilometer lang, feinsandig und fällt flach ins Wasser ab. (Quelle: JUERGEN_NICKEL/imago)

Zwischen Ostsee und Saaler Bodden liegt eines der ruhigeren Seebäder. Wustrow bietet einen langen Sandstrand, historische Kapitänshäuser und viel Natur.

Wer für ein Wochenende an der Ostsee nicht in die großen Seebäder fahren möchte, findet auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst eine ruhigere Alternative. Das Ostseebad Wustrow liegt zwischen Ostsee und Saaler Bodden und ist von Berlin aus in wenigen Stunden erreichbar. Der Küstenort bietet einen breiten Sandstrand, historische Kapitänshäuser und viel Natur.

Der Strand von Wustrow ist mehrere Kilometer lang, feinsandig und fällt flach ins Wasser ab. In den Sommermonaten stehen entlang der Dünen Strandkörbe, ruhigere Abschnitte gibt es Richtung Ahrenshoop und Dierhagen.

Seebrücke in Wustrow (Archivbild): Sie ragt 240 Meter in die Ostsee. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Michael Nitzschke/imago)

Wustrow gehört zu den kleineren Ostseebädern der Region. Im Ortskern stehen zahlreiche frühere Kapitänshäuser, viele Straßen folgen noch heute dem historischen Grundriss des alten Fischer- und Seefahrerortes.

Wustrow: Vom der Insel zum Ostseebad

Die Geschichte des Ortes Wustrow reicht weit zurück: Der Ortsname leitet sich von Begriff „Swante wustrow“ ab, das „heilige Insel“ heißt. Denn einst war Wustrow tatsächlich eine Insel, auf der ein slawisches Heiligtum stand. Die Hanse sorgte 1395 dafür, dass eine Landbrücke entstand, die das Festland mit Wustrow verbindet.

Lange lebten viele Bewohner von Fischerei und Schifffahrt, später entwickelte sich Wustrow zu einem wichtigen Standort der Seefahrt. Von 1846 bis 1992 gab es auch eine Seefahrtschule in dem Ort. Zeitweise waren in Wustrow rund 200 Segelschiffe registriert.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Wustrow mit dem aufkommenden Badetourismus allmählich zum Ostseebad. Heute leben etwa 1.100 Menschen in der malerischen Gemeinde.

Altes Reetdachhaus in Wustrow (Archivbild): Lange lebten viele Bewohner in dem Ort von Fischerei und Schifffahrt. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Gabriele Sitnik-Schmach/imago)

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt die Seebrücke. Die erste Holzbrücke entstand bereits 1886, die heutige Anlage wurde Anfang der 1990er-Jahre gebaut und ragt 240 Meter in die Ostsee. Von dort aus reicht der Blick entlang der Küste bis nach Ahrenshoop. Charakteristisch für die Gegend ist außerdem das Hohe Ufer zwischen Wustrow und Ahrenshoop, ein Steilufer an der Ostsee.

Abendstimmung am Strand nahe Wustrow (Archivbild): Der Ort eignet sich hervorragend für romantische Spaziergänge. (Quelle: via imago-images.de/imago)
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