Polizei warnt

Hitzewelle spielt Betrügern in die Karten


08.07.2026 – 16:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Blaulicht auf einem Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild): In Köln sind mehrere Menschen beim Kauf von Klimaanlagen betrogen worden. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa/dpa-bilder)

Die Hitzewelle treibt die Nachfrage nach günstigen Klimageräten im Netz nach oben. In Köln häufen sich Betrugsfälle: Bestellungen bleiben aus oder es kommt minderwertige Ware an.

Köln hat unter der Hitzewelle der vergangenen Tage geächzt. Um sich kurzfristig Abhilfe gegen die Hitze zu verschaffen, stieg offenbar in Köln die Nachfrage nach günstigen Klimaanlagen im Internet. Das berichtet die Polizei Köln, denn einige Käufer wurden Opfer eines Betrugs.

Seit dem 29. Juni seien bei der Polizei etwa zehn Anzeigen pro Tag eingegangen. Entweder, weil die bestellten Klimageräte nicht geliefert wurden oder weil nur minderwertige Ware ankam.

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Betrüger locken mit niedrigen Preisen

Ein 52-jähriger Mann aus Köln schilderte der Polizei, online eine Klimaanlage bestellt zu haben. Der Webshop habe einen professionellen Eindruck auf ihn gemacht. Das Gerät sei allerdings nie bei ihm eingetroffen. Die Polizei prüft jetzt, ob der Webshop gefälscht war.

Die betrügerischen Internetseiten wirken auf den ersten Blick oft professionell, viele imitieren bekannte Marken oder Händler, berichtet die Polizei. Häufig locken sie mit niedrigen Preisen. Dabei besteht die Gefahr, dass eingegebene personenbezogene Daten auch missbräuchlich verwendet werden – bis hin zum Identitätsdiebstahl.

Kauf von Klimaanlagen: Polizei rät zur Vorsicht

Da in den kommenden Sommerwochen wiederholt mit Hitze gerechnet werden muss, rät die Polizei beim Kauf von Klimaanlagen besonders vorsichtig zu sein, wenn Angebote im Internet deutlich unter dem üblichen Marktpreis liegen. Im Verdachts- oder Schadensfall gilt:

  • Prüfung der Shop-URL sowie Nutzung von Warn- und Prüfseiten zu möglichen Betrugsfällen
  • Sicherung aller Belege (Screenshots, E-Mails, Bestellbestätigungen)
  • Unverzügliche Kontaktaufnahme mit der Bank oder dem Zahlungsdienstleister zur Prüfung einer Rückbuchung
  • Strafanzeige bei der Polizei
  • Änderung von Zugangsdaten, sofern diese im Bestellprozess eingegeben wurden

Verbraucher werden zudem dazu aufgerufen, verdächtige Online-Angebote kritisch zu hinterfragen und entsprechende Warnhinweise im eigenen Umfeld weiterzugeben.

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