„Herz aus der Brust gerissen“

Deutsche Olympiasiegerin trauert um Pferd

Aktualisiert am 06.01.2026 – 13:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Jessica von Bredow-Werndl auf Diallo: Sie waren ein eingespieltes Team. (Quelle: IMAGO/Hansjürgen Britsch)

Er galt für Jessica von Bredow-Werndl als Turnierhoffnung. Nun ist ihr Pferd Diallo tot. Die Olympiasiegerin nimmt Abschied.

Die viermalige Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl trauert um ihr Nachwuchspferd Diallo. Wie die 39-Jährige in den sozialen Medien erklärt hat, sei der elfjährige Wallach an den Folgen einer plötzlichen Erkrankung gestorben. „Die Untersuchungen laufen noch, der Verdacht liegt auf dem Bornavirus“, schrieb die Reiterin bei Instagram. Bereits am Montag war Diallo in eine Klinik eingeliefert worden, wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in einer Mitteilung bekannt gab.

Diallo galt nach dem Abschied der Wunderstute Dalera, mit der von Bredow-Werndl unter anderem vier olympische Goldmedaillen gewonnen hat, als Hoffnung für ihre Rückkehr in die Dressurelite. Von Bredow-Werndl führte ihn behutsam an internationale Turniere heran. Im vergangenen Jahr gewann das Paar in Hagen, München, Wiener Neustadt und bei der Weltcupstation im November in Stuttgart. Beim Festhallenturnier in Frankfurt kurz vor Weihnachten erhielt Diallo einen Preis für vielversprechende Nachwuchspferde.

„Noch am Wochenende haben wir gemeinsam getanzt, es hat sich alles leicht angefühlt“, erinnerte sich von Bredow-Werndl in einem emotionalen Beitrag zurück. „Und dann kam diese Krankheit wie ein Sturm, lautlos, gnadenlos und unaufhaltsam, hat sich in Stunden durch deinen Körper gefressen und mir das Herz aus der Brust gerissen“.

Das Bornavirus ist eine Krankheit, die bei Pferden meist tödliche Gehirn- und Rückenmarksentzündungen verursacht. Es kann durch Ausscheidungen der Feldspitzmaus sowie durch kontaminiertes Futter übertragen werden.

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