„Kotzt mir schlimmstenfalls den Laden voll“

Wirt schließt bestimmte Gruppe zur Wiesn aus


19.09.2026 – 07:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Wiesn-Besucher in Tracht (Archivbild): Wer danach noch in einer Münchner Bar weiterfeiern möchte, könnte eine böse Überraschung erleben. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago-images-bilder)

Ein Münchner Barbetreiber äußert sich kritisch zum Oktoberfest – und lässt niemanden in Tracht oder Lederhose herein. In sozialen Medien hagelt es für diese Entscheidung Kritik.

Mit viel Bier wird am Samstag die 191. Ausgabe des Münchner Oktoberfests offiziell eröffnet. Doch wer nach der großen Party auf der Theresienwiese in einer der unzähligen Bars und Kneipen in München weiterfeiern möchte, dürfte in einigen Läden wenig Willkommenskultur spüren. Auch eine beliebte Bar im Glockenbach-Viertel untersagt in diesem Jahr einer ganz bestimmten Gruppe den Zutritt, wie die Münchner Zeitung „TZ“ berichtete.

Der Chef der Bar „Gebrüder Keller und Erben“, Florian Keller, hatte bereits vor gut einer Woche auf Instagram ein Machtwort gesprochen: Er postete einen Beitrag mit den Worten „Keine Trachten. Mainstream gibt es woanders.“ Dazu erklärte er in dem Posting, „Trachtenverkleidete“ dürften sich „gerne einen passenderen Platz suchen“. Es gebe in München genug Auswahl.

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Münchner Wirt: „Haben mit Tracht-Trägern nichts zu tun“

Auf Nachfrage der „TZ“ begründete der Wirt seine Entscheidung, Menschen in Dirndl und Lederhose den Zutritt zu verwehren. „Wir sind ein Subkultur-Laden mit Kunst und Verschiedenartigkeit und haben mit Tracht-Trägern nichts zu tun“, so Keller.

Wenn jemand eine Tracht während der Wiesn trage, sei das für ihn ein klares Warnsignal für: „Ist betrunken, konsumiert nichts, belästigt andere Gäste und kotzt mir am Ende schlimmstenfalls den Laden voll.“

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Die Kommentare unter dem Instagram-Beitrag sind gemischt, die negativen Rückmeldungen überwiegen jedoch: „Ja dann raus aus der bayrischen Hauptstadt würd‘ ich sagen, oder?“, fordert eine Nutzerin. Und ein anderer schreibt: „Traurig, wenn Münchner Tracht als ‚Verkleidung‘ bezeichnet und sich als offen und tolerant ausgeben wird, denn echte Toleranz wäre, jeden zu akzeptieren, wie er kommt und wie er es mag.“

Dem „TZ“-Bericht zufolge gibt es auch in anderen Münchner Bars und Clubs während der Wiesn explizite Trachtenverbote.

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