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Österreich I Ehefrau stirbt nach Missbrauch – zweiter Verdächtiger

wochentlich.deBy wochentlich.de11 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Weckt Erinnerungen an Pelicot-Prozess

Ehefrau stirbt nach Missbrauch – zweiter Verdächtiger

Aktualisiert am 11.09.2026 – 03:47 UhrLesedauer: 2 Min.

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Tödlicher Missbrauch in Österreich: Noch ist das Ausmaß des Falles unklar. (Archivbild) (Quelle: Albert Otti/dpa/dpa-bilder)

Eine Frau stirbt in Österreich an schweren Verletzungen. Ihr Ehemann steht unter Verdacht. Doch Chatnachrichten könnten zu weiteren Verdächtigen führen.

Nach dem Tod einer sexuell missbrauchten Frau in Österreich sitzen ihr Ehemann und ein weiterer Verdächtiger in Untersuchungshaft. Doch die Ermittlungen gehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wels in Oberösterreich über die zwei Männer hinaus. Derzeit werde untersucht, ob es weitere Täter gab, hieß es.

Der 51 Jahre alte Ehemann wird verdächtigt, seine 40-jährige Frau im Juni so schwer missbraucht zu haben, dass sie an ihren Verletzungen starb. Die Frau sei stark alkoholisiert und wehrlos gewesen, hieß es von der Justizbehörde. Hinweise auf Betäubungsmittel gebe es bislang nicht. Gegen den Ehemann wird wegen Missbrauchs einer wehrlosen oder beeinträchtigten Person mit Todesfolge ermittelt. Der Strafrahmen reicht laut einem Bericht des ORF von zehn bis 20 Jahren Haft oder lebenslanger Freiheitsstrafe.

Nun wurde zudem durch einen Bericht der „Kronen Zeitung“, bekannt, dass sich der Ehemann zuvor zweimal zusammen mit einem weiteren Mann an ihr vergangen haben soll. Gegen die zweite Person wird laut einem Bericht des ORF wegen Missbrauchs in zwei Fällen ermittelt. In einem Fall soll die Tat für das Opfer besonders erniedrigend gewesen sein. Er steht nicht im Verdacht, die tödlichen Verletzungen verursacht zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der zweite Verdächtige im Unterschied zum Ehemann geständig.

Führen Chatnachrichten zu weiteren Verdächtigen?

In der Nacht des tödlichen Missbrauchs sei auch die Anwesenheit eines dritten Mannes geplant gewesen, der aber dann nicht aufgetaucht sei, hieß es von der Behörde. Aus Chatnachrichten zwischen den beiden mutmaßlichen Haupttätern ergab sich der Verdacht, dass sich noch weitere Männer an der Frau vergangen haben könnten. Konkrete Hinweise liegen dazu aber noch nicht vor.

Der Ehemann steht unter dem Verdacht des Missbrauchs einer wehrlosen oder beeinträchtigten Person mit Todesfolge. Die zwei Taten des anderen Mannes sollen sich Stunden davor und zu einem früheren Zeitpunkt abgespielt haben. Er wird zwar nicht für den Tod der Frau verantwortlich gemacht, doch er steht ebenfalls unter Missbrauchsverdacht.

Auch wenn das Ausmaß dieses Falles noch unklar ist, weckt er Erinnerungen an Gisèle Pelicot. Die Französin war von ihrem damaligen Mann über knapp zehn Jahre immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden. Ihr Ex-Mann und 50 Mitangeklagte wurden zu Haftstrafen verurteilt.

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