Aktie hebt ab
Bayer gewinnt Glyphosat-Streit vor Supreme Court
Aktualisiert am 25.06.2026 – 16:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Streit über das Pflanzenschutzmittel drohten dem Bayer-Konzern Milliardenzahlungen in den USA. Das hat der Supreme Court nun abgewendet.
Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit wegen mutmaßlicher Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen. Der Supreme Court in Washington, D.C., entschied am Donnerstag, dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben.
Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise die Grundlage. Bayer hatte stets argumentiert, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft und entsprechende Warnhinweise daher nicht zulässig seien.
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Bayer begrüßt Glyphosat-Urteil in den USA
An der Börse legte die Bayer-Aktie um 17 Prozent zu. Das in Leverkusen ansässige Unternehmen begrüßte die Entscheidung. „Das Urteil des Supreme Court ist gut für die Wissenschaft, Landwirte und für Branchen, die auf regulatorische Klarheit für Innovationen angewiesen sind“, sagte ein Konzernsprecher t-online. „Es sollte dazu beitragen, die Rechtsstreitigkeiten zu Roundup nach nahezu einem Jahrzehnt juristischer Auseinandersetzungen signifikant einzudämmen.“ Roundup ist der Handelsname eines glyphosathaltigen Mittels von Bayer.
Die Entscheidung dürfte nach Angaben des Unternehmens dazu führen, dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden – „soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen“, ergänze der Sprecher. Bayer prüfe das Urteil des Supreme Court derzeit noch und werde in Kürze eine umfangreichere Stellungnahme abgeben.
