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Gesundheit

Nutzen und Risiken im Überblick

wochentlich.deBy wochentlich.de25 September 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Nutzen und Risiken im Überblick
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Lecanemab und Donanemab

Zweiter Alzheimer-Wirkstoff zugelassen: Nutzen und Risiken


Aktualisiert am 25.09.2025 – 22:02 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Alzheimer-Demenz: Frauen erkranken öfter als Männer. (Quelle: AlexanderFord/getty-images-bilder)

In Deutschland sind etwa eine Million Menschen von Alzheimer betroffen. Bestimmte Antikörper können den Krankheitsverlauf im Frühstadium verzögern. Nun hat die EU einen zweiten Wirkstoff zugelassen.

Eine Heilung der Krankheit gibt es bisher nicht. Allerdings arbeiten verschiedene Hersteller an Antikörpern, welche die schädlichen Plaques binden und entfernen sollen. Der erste in der EU zugelassene Wirkstoff war Lecanemab. Nun hat die EU-Kommission auch Donanemab als Alzheimer-Therapie zugelassen. Beide Wirkstoffe gelten als Hoffnungsschimmer, sind allerdings nur für einen sehr kleinen Teil der Betroffenen geeignet und können lediglich den Verlauf der Erkrankung verzögern. Die wichtigsten Vorteile und Nachteile im Überblick.

Bisherige Alzheimer-Therapien behandeln nur Symptome der Krankheit, aber nicht ursächliche Prozesse im Gehirn. Das ist bei Lecanemab (Handelsname Leqembi) und Donanemab (Handelsname Kisunla) anders: Beide Antikörper richten sich gegen sogenannte Amyloid-Ablagerungen im Gehirn, die mit dem Absterben der Nervenzellen bei Alzheimer in Verbindung gebracht werden. Sie sollen bei Alzheimer im frühen Stadium den kognitiven Abbau etwas verlangsamen.

Die neuesten Studienergebnisse zu Donanemab deuten darauf hin, dass der monoklonale Antikörper das Tempo, in dem die Krankheit voranschreitet, um bis zu 30 Prozent hemmen kann. Damit soll Donanemab etwas besser wirken als Lecanemab. Aber: Eine Verbesserung bereits bestehender Symptome oder gar eine Heilung der Erkrankung sind weiterhin nicht in Sicht.

Lecanemab wurde von der Europäischen Kommission im April zugelassen, nun folgte Donanemab. Der Zulassungsprozess gestaltete sich jeweils zäh und langwierig, weil klinische Studien nur für eine sehr begrenzte Patientengruppe im frühen Stadium von Alzheimer einen kleinen klinischen Nutzen zeigten. Zudem ist das Verfahren teuer, und es besteht in Einzelfällen ein Risiko für schwere Nebenwirkungen. So kann es bei beiden Wirkstoffen zu schweren Schwellungen und Blutungen im Gehirn kommen. Leichte Hirnschwellungen sind sogar bei einem größeren Anteil der Probanden als Nebenwirkung beobachtet worden.

Geschätzt erfüllt nur etwa einer von 100 Menschen mit Alzheimer-Demenz alle Voraussetzungen für die Behandlung. „Vermutlich wird die Zahl eher niedriger sein“, nimmt Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), an. Bei geschätzt etwa 1,2 Millionen Alzheimer-Erkrankten in Deutschland wären das weniger als 12.000 Menschen.

Grund ist vor allem, dass die Entfernung der Amyloid-Plaques nichts mehr bringt, wenn sie schon irreversible Schäden im Gehirn angerichtet haben. Die Antikörper sollen darum nur im frühen Stadium der Krankheit, bei nur leichter kognitiver Beeinträchtigung (Gedächtnis- und Denkstörungen) eingesetzt werden. Experten zählen dazu die ersten drei Jahre.

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