Wasser meist ausreichend

Nur diese fünf Körperstellen brauchen Seife


Aktualisiert am 11.10.2026 – 08:11 UhrLesedauer: 3 Min.

Frau seift sich ein: Zu viel Schäumen schwächt den Säureschutzmantel der Haut. (Quelle: bluesunrise/getty-images-bilder)

Warmes Wasser – mehr braucht es für die Körperreinigung oft nicht. Wo der Körper Waschgel braucht und an welchen Stellen Sie besser auf Schaum verzichten.

Eine Dusche mit warmem Wasser reicht oft aus, um Verunreinigungen zu entfernen. Die Reinigung mit Duschgel, Seife & Co. entzieht der Haut Feuchtigkeit und Fette – was besonders bei empfindlicher Haut Beschwerden wie Trockenheit, Rötung und Juckreiz verursachen kann. Welche Körperstellen wirklich ein Reinigungsprodukt brauchen – und welche pures Wasser bevorzugen.

Weniger ist bei der Hautpflege meist mehr

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und der Schutzmantel des Körpers. Sie schützt unter anderem vor schädlichen Umwelteinflüssen und Krankheitserregern. Um die Hautflora zu stabilisieren und die Abwehrkraft der Haut zu unterstützen, spielt die regelmäßige, aber sanfte Reinigung eine wichtige Rolle. Eine übertriebene Hygiene schwächt die Schutzbarriere der Haut. Weniger ist daher mehr.

Oft reicht Wasser zur Reinigung aus

Nicht jede Haut braucht täglich Waschgel und Seife. Wer wenig schwitzt und nicht sichtbar verschmutzt ist, wird auch mit warmem Wasser ausreichend sauber. Die Wassertemperatur sollte lauwarm sein. Heiße Bäder und zu langes Duschen entziehen der Haut unnötig viel Feuchtigkeit und Fett.

Waschlappen für die sanfte Reinigung ohne Schaum

Wer etwas mehr Reinigungsgefühl möchte, kann ergänzend einen weichen Waschlappen nutzen. Dieser entfernt Schweiß, oberflächliche Verschmutzungen und abgestorbene Hautschuppen.

Tipp: Bei der Reinigung nur leichten Druck auf die Haut ausüben, um sie nicht unnötig zu reizen.

Nach dem Waschen den Waschlappen kurz ausspülen und so aufhängen, dass er gut trocknen kann. Nach zwei- bis dreimaliger Verwendung sollte der Waschlappen am besten bei 60 Grad in die Waschmaschine, damit er richtig sauber wird und wieder frisch riecht. Ist er nach dem Waschen stark verschmutzt oder besteht eine ansteckende Erkrankung, sollte er direkt in die Wäsche gegeben werden.

Sanfte Waschprodukte nutzen

Nach dem Sport, nach körperlicher Arbeit oder bei starker Verschmutzung darf die Reinigung gründlicher ausfallen. Für die Körperreinigung sind Waschprodukte mit einem pH-Wert von 5,5 empfohlen. Auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sollte man besser verzichten. Vor allem empfindliche Haut reagiert leicht mit Rötungen, Juckreiz und Trockenheit. Auch das Allergierisiko ist unter Umständen erhöht.

Nur diese fünf Körperstellen brauchen Seife

Wasser entfernt einen Großteil der Verunreinigungen. Allerdings brauchen bestimmte Körperstellen regelmäßig Schaum, um sauber zu werden:

  • Hände
  • Füße
  • Achseln
  • die vordere und hintere Schweißrinne am Körper (Brust und Rücken)
  • Kopfhaut

Hände regelmäßig waschen

Die Hände kommen ständig mit Schmutz und Keimen in Berührung. Sie müssen mehrmals am Tag mit Seife gereinigt werden, um Viren, Bakterien und Verunreinigungen zu entfernen. Das hilft, Krankheiten vorzubeugen, die durch Schmierinfektion übertragen werden. Die Hände sollten unter anderem nach jedem Toilettengang, vor dem Essen, nach dem Einkaufen, nach dem Kontakt mit erkrankten Personen sowie nach dem Kontakt potenziell verunreinigter Oberflächen, etwa Haltegriffen in Bussen und Bahnen, gewaschen werden.

Füße schwitzen viel

Die Füße schwitzen reichlich und neigen bei vielen Menschen zu starker Geruchsbildung. Auch sie sollten gründlich mit einem Waschprodukt gereinigt und anschließend gut abgetrocknet werden – auch zwischen den Zehen. Das entfernt nicht nur den „Käsfuß“-Geruch, sondern trägt auch dazu bei, Fußpilz vorzubeugen.

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