Offenbar steht eine Entlassungswelle bei der Nürnberger Versicherung an: Bis 2026 sollen 500 Stellen gestrichen werden – wieso das Unternehmen schwächelt.
Die Nürnberger Versicherung plant laut einem Bericht der „Nürnberger Nachrichten“ ihre Mitarbeiteranzahl drastisch reduzieren. Demnach, so will die Zeitung aus Mitarbeiterkreisen erfahren haben, sollen bis zum 1. Januar 2026 rund 500 Arbeitsplätze bei dem Versicherer wegfallen. Dann blieben noch 2.400 Stellen offen.
Der Großteil der Arbeitsplätze bei dem Versicherer ist in Nürnberg. Laut dem Bericht plant der Konzern, befristete Verträge nicht mehr zu verlängern, die Übernahme von Auszubildenden einzuschränken und teilweise frei werdende Stellen nicht mehr nachzubesetzen.
Damit will das Unternehmen will bis 2026 etwa 75 Millionen Euro einsparen. Unter anderem sollen Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, wie das Sponsoring im Sport, zurückgefahren werden.
Die Nürnberger Versicherung ist seit Sommer 2016 Haupt- und Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg und seit 2023 auch der Frauen-Erstligamannschaft des Vereins. Der Vertrag mit dem Zweitligisten läuft derzeit bis 2025.
Inflation treibt die Kosten des Versicherers
Anfang des Monats hatte die Versicherung ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2023 vorgelegt, die ein gemischtes Bild zeigen. Während das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen sowie der Bank die Erwartungen erfüllte oder übertraf, führten die stark gestiegenen Kosten in der Schadensversicherung, laut der Versicherung auch durch einen Anstieg der Reparaturkosten durch die Inflation, zu größeren Verlusten.
Der Konzernumsatz blieb stabil bei 4,4 Milliarden Euro, während das Konzernergebnis von 69,8 Millionen Euro auf 42,8 Millionen Euro sank. Für die Jahre 2026/27 strebt die Nürnberger einen Konzerngewinn von 100 Millionen Euro an.
