Torjäger Lukas Reichel

NHL-Star aus Nürnberg hofft auf Deutschland im Viertelfinale


24.05.2026 – 13:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Lukas Reichel jubelt nach seinem Treffer zum 5:2 am Samstag (23. Mai) in der Swiss Life Arena in Zürich. (Quelle: IMAGO/Timo Stein/imago)

Kommt die deutsche Eishockey-Mannschaft weiter? Aktuell sieht es nicht gut aus, trotz Siegen gegen Ungarn und Österreich. Stürmer Lukas Reichel will die Hoffnung aber nicht aufgeben.

Es könnte ein bitteres Aus werden: Deutschland muss um den Einzug ins Viertelfinale der Eishockey-WM bangen. Grund sind die fehlenden Punkte des Teams des Deutschen Eishockeybundes (DEB).

Die Hoffnung, dennoch ins Viertelfinale einzuziehen, hegt jetzt der im Turnier bislang beste Torjäger der Mannschaft: Lukas Reichel. Der gebürtige Nürnberger spielt in der amerikanischen Hockeyliga NHL und erklärte am Sonntag, worauf sich die Mannschaft nun konzentrieren werde.

Nürnberger Stürmer hofft auf Verbleib in der WM

In Deutschland ist der NHL-Star kaum bekannt, dabei gehört er zu den besten Exporten des deutschen Eishockeys: 2002 in Nürnberg geboren, spielt der Stürmer seit knapp 6 Jahren in der NHL. Aktuell gehört er zum Team der Boston Bruins, zuvor war er bei den Chicago Blackhawks und beim kanadischen Meister-Team der Vancouver Canucks aktiv. Es ist bereits sein drittes Mal in der deutschen Nationalmannschaft: Zuletzt spielte er bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo, davor bei der WM 2025 in Dänemark.

Lukas Reichel (r.) klatscht seinen Kapitän Moritz Seider (l.) ab. Beide bangen aktuell um den Einzug des deutschen Teams in das Viertelfinale. (Quelle: IMAGO/imago)

Bei der WM in Zürich konnte er, wie der Rest der Mannschaft um Kapitän Moritz Seider, zunächst kaum brillieren. Während der ersten drei Spiele holte die Mannschaft kaum Punkte – das rächt sich jetzt, obwohl das Team seither zwei Siege geholt hat. Denn die Konkurrenz, darunter starke Teams wie Lettland und Kanada, steht aktuell besser da. Ein Sieg im Duell gegen Großbritannien am Montag würde dann nicht ausreichen: Erst, wenn andere Teams – zum Beispiel die USA oder Lettland – sich einen Patzer erlauben, hat auch das DEB-Team genügend Punkte, um ins Viertelfinale einziehen zu können.

„Müssen nach vorne schauen“

Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt, das sieht auch der fränkische Torjäger Reichel so: „Wir ärgern uns natürlich“, gibt er zu. Beim Duell gegen Österreich am Samstag (23. Mai) gelang ihm, auch dank guter Zusammenarbeit mit den Kollegen Frederik Tiffels und Joshua Samanski, ein sogenannter „Hattrick“, heißt: Er erzielte dreimal hintereinander ein Tor.

Die Offensiv-Reihe des deutschen Eishockey-Teams: Frederik Tiffels (r.), Lukas Reichel (m.) und Joshua Samanski (l.) in der Swiss Life Arena. (Quelle: Vít Simanek)
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