Streit um Wasserstraße

NRW-Minister fordert Bund zu Geld für Rhein-Ausbau auf

02.08.2026 – 06:56 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Rhein (Archivbild): NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) fordert vom Bund, den weiteren Ausbau der Fahrrinne zu finanzieren. (Quelle: Christoph Reichwein/dpa/dpa-bilder)

Krischer verlangt gestrichene Mittel für die Fahrrinne zwischen Duisburg und Köln. Eine Länderkonferenz soll Druck machen.

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat den Bund aufgefordert, Geld für den Ausbau der Fahrrinne am Rhein bereitzustellen. Anlass ist das Niedrigwasser im Fluss.

Der Ausbau betrifft die Strecke zwischen Duisburg und Köln. Er soll den Rhein auch bei Niedrigwasser besser schiffbar machen. Nach Angaben des Ministeriums sollen dafür an einzelnen Stellen große Steine entfernt werden, die in die Fahrrinne ragen.

Krischer fordert Bund auf, Verantwortung zu übernehmen

Die Bundesregierung habe 2025 die Mittel für den zweiten Bauabschnitt gestrichen, sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Abschnitt liegt zwischen Krefeld und Düsseldorf. Auf dem ersten Abschnitt zwischen Duisburg und Krefeld seien die Arbeiten bereits abgeschlossen. Die Maßnahmen für den dritten Abschnitt zwischen Düsseldorf und Köln seien noch in Planung.

Krischer sagte: „Wir erwarten, dass der Bund die Mittel kurzfristig zur Verfügung stellt, damit gebaut und weiter geplant werden kann.“ Der Bund müsse seiner Verantwortung für die Bundeswasserstraße Rhein gerecht werden.

NRW-Wirtschaftsministerin: „Rhein war immer Lebensader der Industrie“

Für den 4. September ist eine Länder-Konferenz Rhein geplant. Dort will NRW die Forderung gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg vorbringen.

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sagte: „Der Rhein war immer die Lebensader unserer Industrie.“ Er müsse nun zum Symbol dafür werden, wie der Industriestandort an den Klimawandel angepasst werde.

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