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Finanzen

Northvolt: Schleswig-Holstein verstieß gegen Informationspflicht

wochentlich.deBy wochentlich.de29 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Northvolt: Schleswig-Holstein verstieß gegen Informationspflicht
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Klage von FDP und SPD

Regierung verstieß bei Northvolt gegen Informationspflicht

29.05.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 2 Min.

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Firma Northvolt im schleswig-holsteinischen Heide (Archivbild): Das Landesverfassungsgericht hat einer Klage von FDP und SPD stattgegeben. (Quelle: IMAGO/imago)

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Das Landesverfassungsgericht von Schleswig-Holstein hat gesprochen: Die schwarz-grüne Landesregierung im Kontext der Förderung einer Northvolt-Batteriefabrik gerügt.

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat bei der Förderung für den Bau einer Northvolt-Batteriefabrik ihre Informationspflicht gegenüber Abgeordneten verletzt. Das hat das Landesverfassungsgericht entschieden. Geklagt hatten FDP und SPD. Abgeordnete beider Fraktionen im Landtag fühlten sich im Vorfeld einer Parlamentsentscheidung nicht ausreichend über Risiken bei der Ansiedlung einer Batteriefabrik bei Heide informiert.

Gerichtspräsident Christoph Brüning betonte in der Urteilsbegründung, die Regierung habe es versäumt, die Abgeordneten vor der entscheidenden Ausschusssitzung über Bedenken an der Gesamtfinanzierung des Vorhabens von Northvolt zu informieren. Das Gericht sei einstimmig zu der Überzeugung gelangt, dass die Landesregierung nicht rechtzeitig über die Zweifel informiert habe.

  • Nach Northvolt-Insolvenz: Bund sichert sich 153 Millionen Euro
  • Anklage erhoben: Ex-Minister Scheuer soll nach Maut-Debakel vor Gericht

Konkret ging es in dem sogenannten Organstreitverfahren um Informationen der Landesregierung an den Finanzausschuss des Landtags vor der entscheidenden Sitzung im Januar 2024. Damals machten die Abgeordneten einstimmig den Weg frei für eine Wandelanleihe von der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von rund 600 Millionen Euro. Bund und Land bürgten für die Wandelanleihe jeweils zur Hälfte.

Urteilsverkündung zum LandeshaushaltVergrößern des Bildes
Der Präsident des Landesverfassungsgerichts hat einer Klage von FDP und SPD stattgegeben. (Archivbild) (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)

In einer Kabinettsvorlage vom Dezember 2023, welche die Abgeordneten zum Zeitpunkt ihres Votums nicht kannten, heißt es wörtlich: „Die Gesamtfinanzierung des Ansiedlungsvorhabens am Standort Heide ist nicht gesichert. Für die derzeitige Finanzierungslücke ist eine Fremdfinanzierung geplant, wobei gewisse Zweifel bestehen, dass ein Bankenkonsortium gefunden wird, sofern sich Northvolt hinsichtlich der Bereitstellung von Zahlen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen und zum Projekt weiterhin sehr restriktiv verhält.“

Zweite Entscheidung

Die Fabrikpläne von Northvolt lösten in Schleswig-Holstein Hoffnung auf wirtschaftliche Impulse für das eher strukturschwache Dithmarschen aus. Das schwedische Unternehmen wollte bei Heide rund 3.000 Arbeitsplätze schaffen, Northvolt ging aber in Insolvenz. Das US-Unternehmen Lyten will neben der schwedischen Northvolt-Mutter auch die deutsche Tochter übernehmen.

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