Nach Aus bei Baku-Rennen

Formel-1-Weltmeister attackiert Kollegen – und fordert Strafe


26.09.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Unfallszene: Für Lando Norris (vorn) bedeutete der Crash das frühe Aus beim Großen Preis von Aserbaidschan. (Quelle: IMAGO/Eric Alonso/imago-images-bilder)

Der Große Preis von Aserbaidschan wurde für Lando Norris von einem folgenschweren Unfall überschattet – ohne eigenes Zutun. Danach wird der Brite in Richtung eines anderen Fahrers deutlich.

Weltmeister Lando Norris war nach seinem unverschuldeten Aus beim Formel-1-Rennen von Aserbaidschan so richtig angefressen. Der McLaren-Pilot forderte anschließend eine Rennstrafe für Alpine-Fahrer Franco Colapinto. „Die FIA sollte strenger vorgehen und für solche Vorfälle Startverbote verhängen“, meinte Norris. „Das ist leichtsinnig von den Leuten. Es kostet eine Menge Geld. Alle meine Teile sind jetzt Müll, also sollten die Leute für diese Art von Fahrweise gesperrt werden.“

Was war passiert? Als der Grand Prix in Baku nach einer Safety-Car-Phase in der 36. Runde wieder freigegeben wurde, verursachte Colapinto durch einen Verbremser eine Kettenreaktion. Der Argentinier krachte in den Alpine seines Teamkollegen Pierre Gasly, der wiederum Norris in die Streckenbegrenzung schob. Das Aus für das Trio, für keinen der drei ging es danach weiter.

„Wenn man bei einem Neustart wie diesem einen Unfall verursacht, dann sollte man mindestens eine Rennsperre bekommen“, befand Norris und meinte: „Es gibt da einige Fahrer, die sollten einfach nicht in der Formel 1 sein.“

GP Azerbaijan – Baku City

Platzierung Fahrer, TeamFahrer Team Runden Stops
1.

George RussellMercedes

Mercedes 51 2
2.

Max VerstappenRed Bull

Red Bull 51 2
3.

Isack HadjarRed Bull

Red Bull 51 2
4.

Charles LeclercFerrari

Ferrari 51 2
5.

Kimi AntonelliMercedes

Mercedes 51 2

Colapinto entschuldigte sich für seinen folgenschweren Fehler. „Es tut mir für alle leid. Es war ein riesiger Fehler. Die Bremsen haben blockiert und dann habe ich die Kontrolle verloren“, sagte der Argentinier, der im Rennen mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt wurde.

Der viermalige Weltmeister Max Verstappen hält eine Bestrafung dagegen für überzogen. „Wenn der Fahrer, der den Unfall verursacht hat, versteht, was er getan hat, und sich entschuldigt, dann passieren solche Dinge eben“, sagte der Red-Bull-Pilot angesprochen auf den konkreten Fall. „Wenn die Räder blockieren und man auf der Innenseite mit wenig Grip fährt, ist es bedauerlich, dass so viele Autos in den Unfall verwickelt wurden, aber so etwas kann passieren.“ Verstappens Urteil: „Eine Rennsperre ist etwas übertrieben.“

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